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Lokales Denkmalschützer protestieren erneut gegen den Umbau der alten Hauptpost in Leipzig
Leipzig Lokales Denkmalschützer protestieren erneut gegen den Umbau der alten Hauptpost in Leipzig
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22:57 10.03.2015
Luftaufnahme der Hauptpost am Augustusplatz (Archivbild von 2013). Quelle: André Kempner
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Leipzig

In dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben bitten sie den Minister, den Verlust des „hochrangigen Denkmals“ abzuwehren.

Projektentwickler KSW hat im Januar seinen Bauantrag eingereicht. Nach den Plänen des Unternehmens sollen weite Teile der alten Hauptpost und des dazu gehörenden Gebäudekomplexes im Hintergrund abgerissen und neu aufgebaut werden. Dabei soll unter anderem Raum für ein Hotel, ein privates Studentenwohnheim, eine private Mensa sowie Ladenflächen entstehen.

Nach den ursprünglichen Umbauplänen sollte die Fassade der Post schwartz eingefärbt werden. Als Kompromiss schlug der Projektentwickler vor, das bisherige Blau beizubehalten. Quelle: Fuchshuber und Partner

Bereits im vergangenen Jahr haben eine Reihe von prominenten Leipzigern gegen die Umgestaltung des Gebäudes protestiert. Anstoß der Kritik war die Veränderung der Fassade und die Neuerrichtung eines weiteren Geschosses aus Glas auf dem Dach der Post. KSW hatte im Januar daraufhin einen Kompromiss präsentiert. Demnach sollte die Aluminium-Vorhangfassade erhalten bleiben und auch ihre ursprünglich blaue Farbe behalten. Zugleich sollte die Höhe des Dachgeschosses verringert werden.

Den Kritikern der Denkmalschutzorganisationen, unter ihnen der Bund Heimat und Umwelt Deutschland und der internationaler Rat für Denkmalpflege, geht das nun offenbar nicht weit genug. Sie werfen den Planern vor, den Bau zu entstellen und damit die Geschichte der Nachkriegszeit und Baukunst der Ostmoderne zu ignorieren.

Leipzig. Wieder Streit um die ehemalige Hauptpost: In einem offenen Brief an Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) sprechen sich mehrere Denkmalschutzorganisationen gegen die Umbaupläne am Augustusplatz aus. In dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben bitten sie den Minister, den Verlust des „hochrangigen Denkmals“ abzuwehren.

Sie betonen unter anderem den Wert der Innebereiche, unter ihnen die Paket- und Briefschalterhalle, die Telefonzellen sowie die großzügige Treppenanlage. Sie würden bei den jetzt geplanten Umbauten größtenteils abgerissen. „Den Architekten war mit dem Bau eines der signifikantesten öffentlichen Gebäude in der DDR gelungen. Er stellt nicht nur für die Leipziger ein unverzichtbares Zeugnis dar“, heißt es in dem offenen Brief.

chg

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