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Lokales Der Bildungscampus wächst - Baustart im Graphischen Viertel
Leipzig Lokales Der Bildungscampus wächst - Baustart im Graphischen Viertel
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14:22 19.05.2015
So sieht der erweiterte Campus aus: Vorn befindet sich die neue Dreifeldsporthalle, rechts daneben die Kita, hinten links die Oberschule. Quelle: Fuchshuber Architekten

Bis Sommer 2015 soll das Projekt, das 18 Millionen Euro kostet, fertig sein.

Eigentlich wollte Bauherr und Investor Christian Elleke von der Firma Cells-Bauwelt aus München den ehemaligen Erweiterungsbau von Interdruck nutzen. Die Substanz erwies sich aber als marode, der Umbau letztlich als zu teuer. Inzwischen ist das Gebäude abgerissen, die Bauarbeiten für den von der Fuchshuber Architekten GmbH entworfenen Neu- und Erweiterungsbau zwischen Salomon- und Inselstraße, den die Rahn-Group mietet, haben begonnen. "Wir sind in mehreren Bundesländern und auch international tätig, aber hier in Leipzig wird eine besondere Vision in die Tat umgesetzt", freut sich Gotthard Dittrich, der Geschäftsführer der Rahn-Dittrich-Group, die allein in Leipzig rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Vom Kindergarten über Grund- und Oberschule bis zum Abitur wird Bildung künftig auf einem Gelände geboten. Kita "Musikus", Freie Grundschule "Clara Schumann" und Gymnasium sind dort bereits etabliert. Die Rahn-Oberschule ist derzeit in der Kochstraße in der Südvorstadt beheimatet. Für sie entsteht nun ein modernes Domizil an der Salomonstraße. Durch den Neubau kann auch das musikalisch-sportliche Gymnasium seine Schülerzahl auf dann 634 junge Leute verdoppeln. Es entstehen zusätzliche Klassenräume sowie ein naturwissenschaftlicher Lehrsaal, eine große Mensa mit eigener Küche, ein Café Salomon für die Lehrer, eine Dreifeldsporthalle. "Auf dem Dach sind ein Sportfeld sowie Pausenhof vorgesehen", erklärt Architekt Gregor Fuchshuber, den beim Projekt das lebendige Miteinander von Alt- und Neubau reizt. Deshalb wird beispielsweise auch die Klinkerfassade des bestehenden Gymnasiums aufgenommen.

"Musikalische Bildung, Bewegung und Sport haben in unserem Konzept einen herausragenden Stellenwert", betont der Geschäftsführer. Ihm ist es wichtig, dass es Übergänge zwischen allen Schul- und Altersbereichen gibt. Die Oberschule nimmt künftig 468 Jugendliche auf. Das Haus in der Kochstraße wird weitergenutzt - die Fachoberschule kann sich "ausbreiten".

Dittrich, der aus Bremen stammt, gründete gemeinsam mit der Familie Rahn nach der politischen Wende als freie Bildungseinrichtung eine Wirtschaftsakademie. Daraus entwickelte sich ein Firmengeflecht im In- und Ausland, das heute unter der Bezeichnung Rahn-Dittrich-Group firmiert und Schüler an 19 Standorten unterrichtet, darunter im ägyptischen Kairo. Auch in Kiew engagiert sich die Firma künftig für eine deutsche Schule.

Doch was gilt der Prophet im eigenen Land? "Einen Wunsch für die Zukunft habe ich: Freie Schulen wie wir finden zu wenig Beachtung von der Stadt. Das sollte sich ändern", meinte er und spielte wohl darauf an, dass bei so einer wichtigen Investition kein Vertreter aus dem Leipziger Rathaus vorbeischaute.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.05.2014
Mathias Orbeck

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