Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Der Leipziger Eigenbetriebs-Report 2014

Der Leipziger Eigenbetriebs-Report 2014

Gewandhaus: Der Etat des Gewandhauses beläuft sich auf 38,8 Millionen Euro. 17 Millionen Euro davon steuert die Stadt als Betriebszuschuss bei, dazu noch zwei Millionen Euro für investive Zwecke.

1,9 Millionen Euro kommen von Sponsoren. Die Direktion erwartet Umsatzerlöse von 17,2 Millionen Euro. Darunter 7,5 Millionen Euro, die die Oper für den Einsatz des Gewandhausorchesters überweist, sowie 5,3 Millionen Euro aus Kartenverkäufen. Letztere liegen um 700 000 Euro über den Ticketeinnahmen in diesem Jahr. Hintergrund: Das Gewandhaus will die Eintrittspreise erhöhen, in der teuersten Platzkategorie um 25 Prozent - von 52 auf 65 Euro. Im nächsten Jahr sind 165 eigene Veranstaltungen mit 163 000 Besuchern geplant sowie zwei große Tourneen nach Asien (Frühjahr) und Amerika (Herbst). Die Personalkosten liegen bei 23,5 Millionen Euro. Das Gewandhaus beschäftigt 273 Mitarbeiter, davon 185 Orchestermusiker. Bei den Investitionen steht die Erneuerung der Brandschutzanlagen ganz oben. Außerdem muss eine neue Kälteversorgung her, weil die Universität 2014 ihre Lieferung einstellen wird.

Musikschule Johann Sebastian Bach: 8000 Mädchen und Jungen besuchen die städtische Musikschule, darunter 1900 Schüler im Rahmen des Projektes "Singt euch ein" mit 35 Grundschulen, das Mitte 2016 endet. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten kann die Musikschule die Nachfrage nicht abdecken. Nichtsdestotrotz will sie neue Zielgruppen ansprechen. So sind 2014 spezielle Angebote für Kinder mit Migrationshintergrund vorgesehen. Auf 6,7 Millionen Euro beläuft sich das Budget der Einrichtung, die 88 Mitarbeiter beschäftigt. Ihre kostendeckenden Einnahmen erzielt die Musikschule im Wesentlichen aus Schülerentgelten und Veranstaltungen (2,6 Millionen Euro), Zuwendungen der Stadt Leipzig (2,8 Millionen Euro) und des Freistaates (0,9 Millionen Euro). Die Personalkosten belaufen sich auf 4,2 Millionen Euro, die Honorare für freiberufliche Lehrkräfte auf 1,3 Millionen Euro.

 

 

Oper: Das Budget der Oper mit ihren beiden Spielstätten - Augustusplatz und Musikalische Komödie in Lindenau - beläuft sich auf 53,7 Millionen Euro. Die Stadt kofinanziert den Betrieb des Musiktheaters mit 43 Millionen Euro. Die Eigenerlöse der Oper werden mit 6,7 Millionen Euro bilanziert, darunter 4,4 Millionen aus dem Kartenverkauf. Der Stellenplan geht von 630 Planstellen aus - zwei mehr als in diesem Jahr. Die Personalkosten sind mit 33 Millionen Euro veranschlagt. Für 1,3 Millionen Euro sollen der Brandschutz in der Muko und der Wirtschaftsaufzug in den Dekorationswerkstätten erneuert, außerdem die Fassaden- und Fenstersanierung am Opernhaus fortgesetzt werden. Für 2015 ist dann eine mehrmonatige Schließung des Opernhauses aufgrund von Arbeiten an der Drehbühne und am Orchestergraben vorgesehen. Der Betrieb geht von 140 Opern- und Ballettvorstellungen am Augustusplatz sowie 145 Aufführungen in der Muko aus. Es wird erwartet, dass 81 100 Personen eine Opernaufführung besuchen werden, 33 000 eine Ballettvorstellung und 62 400 eine Veranstaltung in der Muko. Die durchschnittliche Auslastung soll auf 73 Prozent steigen. Zur Erhöhung der Besucherzahlen soll besonders die Spielplangestaltung beitragen. So ist für 2014 die Premiere der Oper "Faust" von Charles Gounod sowie der Märchenoper "Aladin und die Wunderlampe" des Filmmusikkomponisten Nino Rota geplant. Die Muko nimmt den Operettenklassiker "Im Weißen Rössl" in ihren Spielplan.

 

 

Schauspiel: Der neue Intendant Enrico Lübbe will mit starken Stoffen der Weltdramatik unter seinem Vorgänger verloren gegangenes Publikum zurückgewinnen. Die Zahl der Besucher von eigenen Aufführungen des Theaters soll von 57 000 in diesem Jahr auf 101 200 steigen, die Auslastung je nach Spielstätte zwischen 70 und 90 Prozent erreichen. Das Theater rechnet mit Umsatzerlösen von 0,94 Millionen Euro und einem Betriebszuschuss der Stadt von 14,5 Millionen Euro. Dazu kommen noch Zuweisungen zum Finanzhaushalt von 425 000 Euro, unter anderem für Baumaßnahmen. Die Personalkosten werden mit 9,7 Millionen Euro kalkuliert, zuzüglich der Honorare für künstlerisch selbstständiges Personal (eine Million Euro). Der Personalplan sieht 188 Stellen vor. Ab 2015 ist der Umbau der alten Diskothek Schauhaus zur Zweitspielstätte geplant, der sieben Millionen Euro kosten wird.

 

 

Stadtreinigung: Die chronische Unterfinanzierung der Stadtreinigung wird auch 2014 nicht durchbrochen. Für den Winterdienst will die Kommune nur 1,4 Million Euro bereitstellen, eine Million Euro weniger als der Betrieb braucht. Die Stadt gleicht Defizite zwar im gesetzlich zulässigen Rahmen innerhalb von drei Jahren aus, wird für dieses Verhalten jedoch vom Rechnungsprüfungsamt kritisiert. Nach wie vor bestehen Defizite bei der Erneuerung des Fuhrparks sowie der Finanzierung von Altdeponie-Sanierungen und der betrieblichen Altersteilzeit. 67,3 Millionen Euro sieht das Budget der Stadtreinigung 2014 vor. Die Ausgaben werden durch die Stadt und die Gebühren der Bürger gegenfinanziert. Die Abfallwirtschaft schlägt mit 35,6 Millionen Euro zu Buche und liegt damit knapp eine Million Euro über den Ausgaben von 2013. Die Mehrkosten werden unter anderem über eine Anhebung der Müllgebühren ausgeglichen. Die Unterhaltung der Grünanlagen und öffentlichen Toiletten, die Straßenreinigung, der Winterdienst und die Papierkorbleerungen kosten 16 Millionen Euro. Der Eigenbetrieb hat 784 Vollzeitstellen, die Lohnkosten liegen bei 33,4 Millionen Euro. 4,3 Millionen Euro sollen in die Erneuerung von Fahrzeugen (Durchschnittsalter: 13,5 Jahre) fließen. Der 2013 geschlossene Wertstoffhof Goyastraße soll durch einen neuen Standort ersetzt werden, für den Grundstückserwerb stehen 500 000 Euro bereit.

 

 

Städtisches Klinikum St. Georg: Der Eigenbetrieb ist Bestandteil der Krankenhaus-Gruppe St. Georg und betreibt die Klinik für Forensische Psychiatrie (118 Plätze für verurteilte Straftäter), das Zentrum für Drogenhilfe (55 Plätze), ein Pflegeheim für Menschen im Wachkoma (20 Plätze) und eine Sozialtherapeutische Wohnstätte (55 Plätze). Alle Einrichtungen sind stabil ausgelastet. Ihr Betrieb kostet nächstes Jahr 19,4 Millionen Euro. 13,3 Millionen Euro davon entfallen auf Personalausgaben für die 239 Vollzeitstellen. Die Finanzierung läuft im Wesentlichen über das Landessozialministerium, die Pflegekassen und - im Falle des Drogenzentrums - über die Kommune. 2014 soll eine erweiterte Forensische Institutsambulanz als Bindeglied zwischen stationärer Versorgung und ambulanter Nachbetreuung am Standort der ehemaligen Uni-Kinderklinik in der Josephinenstraße in Betrieb gehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2013
Staeubert, Klaus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

Wie weiter nach der Grundschule? Unsere Übersicht aller Gymnasien, Oberschulen und Freien Schulen in Leipzig will Eltern bei der Auswahl der passenden Bildungseinrichtung für ihr Kind unterstützen. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

Die Multimedia-Reportage erzählt elf spannende Geschichten entlang der Linie 11 - der längsten Straßenbahnlinie Leipzigs. mehr

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Probieren Sie es aus im Spieleportal von LVZ.de. mehr