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Lokales Der Leipziger Lichtmacher: "Für mich ist das ganze Jahr Weihnachten"
Leipzig Lokales Der Leipziger Lichtmacher: "Für mich ist das ganze Jahr Weihnachten"
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23:59 19.11.2014

Die Leipziger sind gefragt, wenn es darum geht, Innenstädte in der Advents- und Weihnachtszeit gekonnt in Szene zu setzen.

"Licht lockt Leute", erklärt Geschäftsführer Uwe Teichert (52). Immer mehr Kommunen legen gesteigerten Wert auf professionelle Beleuchtung, nutzen Angebote von NEL: Leipzig (Hauptbahnhof-Promenaden, Augustusplatz, Richard-Wagner-Platz, Mädlerpassage, Petersbogen), Dresden (Strietzelmarkt), Erfurt, Bautzen, Wittenberg, Sangerhausen, Bad Düben, Markkleeberg, Meißen, Mügeln ...

Die Zeiten klobiger, stromfressender Lichterketten sind vorbei. Moderne LED-Technik ist längst zum Standard geworden. Sie läuft mit zwölf Volt sicherer, sie ist wartungsarm, langlebig und spart mindestens ein Drittel der Energiekosten, oft sogar bis zu zwei Drittel, erklärt Uwe Teichert. NEL (Neontechnik Elektroanlagen Leipzig) liefert das Rundum-Paket, kümmert sich um Planung, Statik, Montage, Wartung. Auf dem Augustusplatz sorgen die Leipziger Lichtmacher dieses Jahr für neue Hingucker - einen Märchenwaldbogen und einen stilisierten Weihnachtsbaum im Brunnen vor der Oper.

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Leipzig. "Für mich", sagt Andreas Stein, "ist das ganze Jahr Weihnachten." Der 57-Jährige ist Lichtwerbungs-Fachberater bei der NEL GmbH in Heiterblick. Schon im Januar beschäftigt sich Stein mit den nächsten Aufträgen für die Weihnachtsbeleuchtung. Die Leipziger sind gefragt, wenn es darum geht, Innenstädte in der Advents- und Weihnachtszeit gekonnt in Szene zu setzen.

Weihnachtsbeleuchtung macht aber nur zwei bis fünf Prozent des Umsatzes aus, der rund zehn Millionen Euro beträgt. 1961 als PGH gegründet, geht es für die 63 Mitarbeiter am deutschen Standort heute vor allem um Lichtwerbung. 10 bis 20 Prozent bestimmt die klassische Elektroinstallation. Und: 20 bis 30 Prozent machen digitale Bildschirmsysteme aus, die hier als 11-, 15- und 23-Zollgeräte zusammengesetzt werden. Der Kunde nimmt die LCD-Screens in Tankstellen, Zeitschriften-, Lotto- und Tabakläden wahr. Ginge die Herstellung nicht günstiger in China? Nein, sagt Uwe Teichert. Denn am Standort gibt es alles aus einem Guss - von der Forschung und Entwicklung, über die Produktion (bei der natürlich Teile aus Asien verbaut werden) bis zur Betreuung und Wartung beim Kunden.

Rund 8000 Bildschirme im gesamten Bundesgebiet werden außerdem von Heiterblick aus bespielt. Zudem werden hier Serien produziert, deren Menge für den deutschen Markt groß ist, für chinesische Hersteller aber nicht lohnenswert.

Leuchtwerbung haben die Leipziger Lichtmacher auch schon im Paunsdorf-Center installiert, im Allee-Center oder in der Skyline Plaza in Frankfurt/Main. Der LVZ-Media-Store wurde von ihnen ausgestattet. Und im Flughafen von Sharm El Sheikh wurde eine 100 Meter lange Fläche inszeniert.

Die mittlerweile beherrschende LED-Technik hat dabei innerhalb der letzten zehn Jahre die Neonleuchtwerbung ersetzt - allerdings nicht komplett. Fünf bis zehn Prozent des Marktanteils gehören der klassischen Röhre. "Neon wird seinen Anteil in einem höherwertigen Bereich bewahren", sagt Uwe Teichert. Deshalb arbeitet Nadine Micknaß bei NEL. Die 30-jährige Glasbläsermeisterin restauriert alte Leuchtreklamen, stellt filigrane Leuchtröhren selbst her, liefert Unikate. Und schlägt damit den Bogen von der klassischen, exklusiven Leuchtwerbung zum modernen LED-Design.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.11.2014

Björn Meine

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