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Lokales Der Ulmen-Zipfelfalter ist das Leipziger Auwaldtier 2016
Leipzig Lokales Der Ulmen-Zipfelfalter ist das Leipziger Auwaldtier 2016
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10:35 17.01.2017
Ronald Schiller vom Naturkundemuseum stellt vor der Wildpark-Gaststaette den Ulmen-Zipfelfalter vor.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 Er hält sich meist in Baumkronen auf, schmückt sich mit einem Buchstaben sowie einer orangen Binde, gehört zur Familie der Bläulinge und fühlt sich im Leipziger Auwald wohl. Am Samstag stand der kleine Bläuling im Mittelpunkt zahlreicher Naturfreunde. Denn stets am 16. April wird ein Tier oder eine Pflanze als Auwaldart des Jahres geehrt. Das Geheimnis lüftete Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) an der Wildparkgaststätte des Connewitzer Wildparks: „Der Ulmen-Zipfelfalter ist das Leipziger Auwaldtier 2016.“ In Deutschland gelte der Ulmen-Zipfelfalter zwar nicht als gefährdet, in der Roten Liste Sachsens ist die Art jedoch als gefährdet eingestuft. Dies hängt auch mit seiner Futterpflanze zusammen: Die Feldulme gehörte früher zu den wertvollsten Bäumen des Leipziger Auwaldes – seit 1992 befinden sich die Bäume durch das von Schlauchpilzen ausgelösten Ulmensterben im Rückgang. Obwohl nur noch wenige Feld-Ulmen ein blühfähiges Stadium erreichen, hat das diesjährige Auwaldtier überlebt.

Näher vorgestellt wurde die Art von zwei Experten des Naturkundemuseums. „Die Flügeloberseite des Ulmen-Zipfelfalters, Satyrium w-album, ist dunkelgraubraun“, erläuterte Ronald Schiller. „Auf der helleren Unterseite zeichnet sich das weiße ,W’ ab. Oberhalb der Linie verläuft auf dem Hinterflügel die orangene Binde. Der Falter wurde 1782 aus der Leipziger Gegend erstmals für die Wissenschaft beschrieben“, so der Biologe. „Heimische Ulmenarten gehören zu seine Futterpflanzen“, ergänzte Karl Heyde. „Der Falter legt seine Eier an die Knospen der Ulmen, im zeitigen Frühjahr schlüpfen die Raupen und fressen an den Blüten und später an den Blättern“, so der Botaniker und lud zur Exkursion rund um den Wildparkteich sowie dem Damm zwischen Pleißeflutbett und Rotwildgehege, wo viele Feldulmen stehen.

Von Ingrid Hildebrandt

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