Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Der ewige Polizist
Leipzig Lokales Der ewige Polizist
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 12.02.2016
Rückblick auf Polizistenleben: Bernd Merbitz wird 60 Jahre alt. Quelle: Kempner
Anzeige
Leipzig

In Leipzig übernahm Merbitz in den 1980er Jahren die Morduntersuchungskommission bei der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei. 1991 wurde er Abteilungsleiter im Landeskriminalamt (LKA) für Extremismus, Terrorismus, polizeiliche Spionagebekämpfung. Ab 2012 baute er das Operative Abwehrzentrum (OAZ) zur Bekämpfung extremistischer Straftaten auf. Von 2007 bis 2012 war er Landespolizeipräsident; seitdem ist er Chef der Leipziger Polizei. „Wir sind schon eine große Familie“, sagt er, der fast immer selbst draußen ist, wenn große Einsätze anstehen. Ob nun bei Ermittlungen nach Bandenkriegen im Leipziger Osten oder bei den wöchentlichen Legida-Demonstrationen, wo ihm „Merbitz – Volksverräter“ entgegen geschrien wird. Bei den Straßenschlachten am 12. Dezember, als rund 1000 Linksautonome die Polizei mit Pflastersteinen angriffen, stand Merbitz plötzlich eine junge Beamtin gegenüber. Sie setzte den Helm ab und fing an zu weinen. „Was machen die hier mit uns?“, schluchzte sie, „ich habe doch auch Kinder!“ In solchen Momenten müsse man aufpassen, dass man nicht selbst schwach wird, sagt Merbitz.

Durch die Anpassung der Lebensarbeitszeit für sächsische Beamte ist das ehemalige Pensionsalter von 60 Jahren für Merbitz kein Thema. Wenn er am 13. Februar Geburtstag hat, sind es noch ein Jahr und vier Monate bis zu seiner Pensionierung. „Wie dann weiter entschieden wird, ob ich weitermachen will oder man mich fragt, ist offen.“

Das große Porträt über Leipzigs Polizeipräsidenten Bernd Merbitz lesen Sie in der LVZ-Printausgabe sowie im E-Paper vom 12. Februar.

Von Frank Döring

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Eingliederung von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft muss erfolgen, „unabhängig davon, wie im Einzelnen die Bleibeperspektive ist“. Das sagt Stojan Gugutschkow, Leiter des Referats Migration und Integration der Stadt Leipzig, im LVZ-Interview.

12.02.2016

Schlobachshof wird zwangsversteigert. Am 12. Mai kommt das Gelände im Amtsgericht Leipzig unter den Hammer. Fast 20 Jahre lang gehörte es zu den beliebtesten Ausflugszielen der Messestädter. Im Exposé zur Versteigerung wird der Verkehrswert des Grundstücks mit reichlich einer Million Euro angegeben.

11.02.2016

Von wegen Hypezig: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage ist Leipzig bundesweit eine der unattraktivsten Großstädte. Die Messestadt landet in dem Ranking sogar noch hinter Dresden. Dabei sprechen die Zahlen eine andere Sprache.

12.02.2016
Anzeige