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Lokales Der kleine Tim möchte Burkhard Jung beerben
Leipzig Lokales Der kleine Tim möchte Burkhard Jung beerben
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22:00 06.12.2016
Unerwarteter Besuch: Die Kindersprechstunde im Stadtbüro wurde gestern unterbrochen, als plötzlich der Nikolaus im Raum stand. OBM Burkhard Jung (2. von rechts) hatte ebenso viel Spaß wie die gut drei Dutzend Nachwuchswähler. Quelle: Christian Neffe
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Leipzig

Das Stadtbüro in der Katharinenstraße 2 hatte am Mittwoch wie schon in den vergangenen Jahren zur Kinder- und Jugendsprechstunde geladen. Zahlreiche kleine Leipziger – darunter eine Gruppe der Kindertagesstätte Am Kirschberg sowie Schüler der August-Bebel-Grundschule – waren gekommen und konnten den amtierenden Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zu all dem befragen, was ihnen auf dem Herzen lag.

Leoni (9): Was sind Ihre Aufgaben als Bürgermeister?

Ich habe drei Hauptaufgaben. Erstens leite ich den Stadtrat, zweitens bin ich der Chef der Mitarbeiter der Stadtverwaltung und drittens repräsentiere ich die Stadt. Das heißt, ich spreche stellvertretend für Leipzig, wenn jemand von außerhalb eine Frage hat.

Amelia (7): Wie viel Geld kann der Bürgermeister für die Stadt ausgeben?

Pro Jahr können wir 1,4 Milliarden Euro ausgeben – das ist so viel, wie 400 Straßenbahnen kosten. Das meiste davon ist aber auch schnell weg, weil damit ganz viele Menschen bezahlt werden müssen.

Saskia (10): Wofür wird das Geld denn ausgegeben?

Den größten Teil machen wie gesagt die Löhne für die Menschen aus, die für die Stadt arbeiten – das sind 450 Millionen Euro. 250 Millionen geben wir für Kindergärten aus und 170 Millionen für soziale Leistungen, also für Menschen, die keine Arbeit haben. Am Ende des Jahres bleiben 200 Millionen Euro übrig, von denen wir neue Straßen und Gebäude bauen.

Kevin (7): Wie lange sind Sie schon Bürgermeister?

Seit zehn Jahren schon – da warst Du also noch gar nicht geboren.

Sophia (5): Bäckst du gerne Plätzchen?

Ich backe sehr gerne Plätzchen, aber noch lieber esse ich welche.

Christopher (7): Bestimmt der Bürgermeister ganz allein?

Das würde ich mir manchmal wünschen, aber nein. Das ist wie in Deiner Klasse, jeder will etwas anderes. Die einen wollen Fußball spielen, die anderen einen Ausflug machen. So ist das auch in der Stadt. Der Bürgermeister kann nicht allein bestimmen, sondern muss die Wünsche möglichst vieler beachten und etwas finden, womit alle zufrieden sind.

Elisabeth (5): Schreibst du noch Briefe?

Oh ja, ich schreibe sehr gerne Briefe. Ich finde das schöner, als eine SMS zu verschicken – man hat etwas in der Hand und vor allem muss man länger und genauer überlegen, was man schreibt.

Charlotte (8): Können wir an unserer Schule eine Lautsprecheranlage für Durchsagen bekommen?

Mein Ziel ist es, dass jede Schule in Leipzig eine Lautsprecheranlage bekommt. Ich war selber mal Schulleiter und habe immer gerne Durchsagen gemacht. Wir schreiben uns das auf jeden Fall auf.

Tino (5): Hast du schon einen Weihnachtsbaum zu Hause?

Noch nicht, den stellen wir bei uns erst immer Heiligabend auf.

Saskia (10): Warum leben in Leipzig so viele Leute auf der Straße?

Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir manchmal selber stelle. Denn niemand in Deutschland muss auf der Straße leben, es gibt viele Hilfsangebote für sie. Aber es gibt Menschen, die können oder wollen lieber auf der Straße leben. Das müssen wir wohl akzeptieren.

Tim (8): Darf ich auch mal Bürgermeister sein?

Natürlich, dafür musst du aber 18 Jahre alt sein und dich zur Wahl aufstellen. Und am besten, du stellst auch noch ganz viele Plakate von dir auf.

Von Christian Neffe

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