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Lokales Deutschland schwitzt im April - Leipzig mit neuem Wärmerekord - Kühler Wochenbeginn
Leipzig Lokales Deutschland schwitzt im April - Leipzig mit neuem Wärmerekord - Kühler Wochenbeginn
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17:04 03.04.2011
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Berlin/Offenbach

„Es war der wärmste 2. April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“, sagte Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag. Eisdielen erlebten den ersten großen Ansturm des Jahres, vielerorts wurde die Grillsaison eröffnet.   

Fast an allen Messstationen knackten die Temperaturen am Samstag die 25-Grad-Grenze, die Meteorologen für einen Sommertag ansetzen. Am wärmsten war es in Süddeutschland. Dort wurde auch der Spitzenwert registriert. Das baden-württembergische Waghäusel-Kirrlach brachte es auf 26,6 Grad. Platz zwei teilen sich die am Oberrhein gelegenen Orte Emmendingen und Rheinau-Memprechtshofen mit jeweils 26,3 Grad.   

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Leipzig vermeldete einen neuen Wärmerekord. "Wir haben am Sonntag 24,3 Grad gemessen", sagte Sebastian Wlodarczyk vom DWD in Holzhausen. Die alte Bestmarke lag bei glatt 24 Grad und stammte aus dem Jahr 1953. Einen neuen Spitzenwert hat er auch für Schkeuditz eingetragen. Dort wurden am Sonntag 23 Grad gemessen, der alte Höchstwert lag bei 20,4 Grad und stammt aus dem Jahr 2009. Weshalb in der Flughafen-Stadt 1953 kein Rekordwert gemessen wurde, konnte Wlodarczyk allerdings nicht erklären.

Die Meterologen in Holzhausen hatten am Sonnabend bereits neue Bestwerte im Visier, mussten dann aber feststellen, dass es in Leipzig 1976 mit 23,4 Grad noch 1,3 Grad wärmer war.

Rekorde hin oder her, viele Messestädter zog es am Wochenende ins Freie. In den Parks nutzten sie die Wiesen zum Grillen. Die Parkeisenbahn am Auensee richtete am Sonntag einen Sonderfahrtag ein. Auch die Regionalliga-Fußballer von RB Leipzig durften sich über deutlich mehr Zuschauer freuen als bei den Spielen zuletzt. 4233 Fans sahen die Partie gegen Lübeck.

In Karlsruhe kühlten sich sogar Freibad-Besucher mit einem Sprung ins Schwimmbecken ab - oder nahmen ein Sonnenbad. Im Aachener Weiher in Köln wurde es eng auf der Liegewiese. In Frankfurt verlockte das Wetter die Menschen zum Bummeln. Tausende schlenderten durch die Einkaufsstraßen, in den Geschäften herrschte Hochbetrieb. Viele waren bereits in Flip-Flops und sommerlich-leicht bekleidet unterwegs.   

Auch in Sachsen-Anhalt lockte das Wetter die Menschen zu Ausflugszielen. Besucher des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs ließen sich in einer Gondel über einen Kanal fahren. Hochbetrieb herrschte auch an der Hamburger Außenalster, wo Segler und Spaziergänger die Sonne nutzten.   

Zum Wochenanfang legt der Sommer allerdings eine Pause ein. Bereits am Sonntag kündigten Wolken wechselhafteres Wetter an. Von Westen her ziehen Schauer und Gewitter heran, die die Natur mit dringend ersehntem Nass versorgen. Die Temperaturen gehen spürbar zurück. In Hamburg fielen sie am Sonntag bereits auf nur noch 12 bis 15 Grad - am Samstag waren es noch 22 Grad. Am Montag und Dienstag werden sich die Temperaturen auf dem April angemessenere Werte zwischen 13 und 18 Grad einpendeln.   

Gärtner sollten sich Zeit damit lassen, empfindliche Pflanzen ins Freie zu bringen: Im Süden und in der Mitte Deutschlands besteht die Gefahr von Bodenfrost. Vor allem die Nacht zum Dienstag kann sehr kalt werden.   

Von Mittwoch an sorgt dann ein Warmluftvorstoß für das nächste sommerliche Intermezzo. Ein Hoch bringt subtropische Luftmassen über die Alpen nach Deutschland und lässt die Temperaturen wieder auf sommerliche 25 Grad klettern, sagte Meteorologe Herold voraus.

mro/dpa

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