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Lokales Deutschlandweite Lichterkette für Toleranz und Frieden führt am Samstag durch Leipzig
Leipzig Lokales Deutschlandweite Lichterkette für Toleranz und Frieden führt am Samstag durch Leipzig
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19:28 18.12.2015
Tausende Kerzen sollen sich zu einer Lichterkette von München bis nach Berlin formen (Symbolbild).  Quelle: dpa
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Leipzig

Am Samstag wird es soweit sein. Tausende Kerzen sollen sich zu einer Lichterkette von München bis nach Berlin formen. „Wir wollen ein Zeichen setzen für Frieden und Toleranz“, beschreibt Michaela Schönfeld ihre Motivation. Zusammen mit Stefan Händel organisiert sie den Leipziger Abschnitt der Lichterkette. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren: Teilnehmer der Friedenskette müssen mobilisiert und auf den einzelnen Streckenabschnitten verteilt werden. Koordination ist gefragt. Das meiste läuft über die lokale Facebook-Gruppe der Aktion ab. Dort können sich Teilnehmer bei den Organisatoren melden. 270 Mitglieder hatte die Gruppe am Freitag.

Auf insgesamt rund neun Kilometer führt die anvisierte Strecke durch Leipzig. Eine detaillierte Karte ist im Internet abrufbar. Für alle acht Streckenabschnitte gibt es jeweils einen Leiter, alle 500 Meter muss außerdem ein Ordner stehen, so die Auflage des Ordnungsamtes. Um 18.15 Treffen sich die Teilnehmer am Samstag an den verschiedenen Treffpunkten, Kerzen sollten mitgebracht werden. Die Lichterkette soll dann möglichst von 19 bis 20 Uhr stehen – nicht nur in Leipzig, sondern auf möglichst vielen Abschnitten zwischen München und Berlin, Endpunkt ist das Brandenburger Tor. Auch in Zeitz und Wittenberg, die ebenfalls auf der Strecke liegen, haben sich Regionalgruppen gebildet. “Mit denen stimmen wir uns natürlich ab“, so Michaela Schönfeld.

Initiator spricht von 200 000 Anmeldungen deutschlandweit

Viel Zeit hatten die Veranstalter in Leipzig nicht. „Ich habe erst vor gut zwei Wochen von der Aktion erfahren und fand die Idee gleich super“, erzählt Schönfeld. Seitdem hat sie mit den anderen Organisatoren für die Aktion geworben: Flyer verteilt, Kirchen und Vereine angeschrieben und die Lichterkette beim Ordnungsamt angemeldet. „Uns geht es vor allem um die allgemeine Unruhe in der Welt, um Syrien oder die Anschläge in Frankreich. Deshalb wollen wir enger zusammenrücken“, sagt sie.

Die Idee zu der Aktion kam ursprünglich von Horst Fallenbeck. Der 44-Jährige aus Ravensburg hat die Aktion initiiert. Ihm ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Nicht nur gegen die Konflikte in der Welt, sondern auch gegen die „Menschen, die unser System spalten wollen“, wie er sagt. Damit meint er vor allem rechtspopulistische und rechtsextreme Bewegungen, die momentan gegen Flüchtlinge in Deutschland hetzten. Wegen seines Engagements hat Fallenbeck nach eigener Aussage sogar schon Morddrohungen erhalten. Er will sich aber nicht einschüchtern lassen und gibt derzeit alles, damit die Lichterkette am Samstag ein Erfolg wird und möglichst viele Menschen daran teilnehmen. „Das Ganze hat eine große Eigendynamik entwickelt und wird ein tolles Zeichen setzen“, begeistert sich Fallenbeck und rechnet vor: „Wenn pro Meter eine Person steht, wären dazu 650 000 Menschen notwendig.“ Nach seinen Angaben lagen bis Freitag 200 000 Anmeldungen aus Bayern, Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Berlin vor.

Von luc

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