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Lokales Diabetes-Kongress Leipzig: Verbände protestieren gegen Therapie-Einschränkungen
Leipzig Lokales Diabetes-Kongress Leipzig: Verbände protestieren gegen Therapie-Einschränkungen
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17:33 09.05.2013
Ein Mann trägt auf dem Leipziger Marktplatz eine Maske von Bundeskanzlerin Angela Merkel, um für eine nationale Strategie gegen Diabetes zu demonstrieren. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Es muss um Lebensqualität gehen, nicht um Wirtschaftlichkeit", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Diabetes-Hilfe, Jan Twachtmann. Die Demonstranten auf dem Leipziger Marktplatz richteten ihren Protest direkt an Kanzlerin Angela Merkel und setzen sich Masken mit dem Konterfei der CDU-Politikerin auf.

Leipzig. "Diabetes Stoppen - jetzt!" - Unter diesem Motto forderten Ärzte und Betroffene am Donnerstag in Leipzig eine nationale Strategie zur Behandlung von Diabetes. "Wir brauchen eine bessere Versorgung. Es muss um Lebensqualität gehen, nicht um Wirtschaftlichkeit", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Diabetes-Hilfe, Jan Twachtmann. Die Demonstranten auf dem Leipziger Marktplatz richteten ihren Protest direkt an Kanzlerin Angela Merkel.

Auf der 48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft trafen sich am Donnerstag rund 6000 Mediziner, Wissenschaftler, Pharmakologen und Ernährungsberater in der Messestadt, um über Forschung und klinischer Alltag zu diskutieren. Diese wichtigste deutsche Konferenz zum Thema Diabetes, nutzten die Demonstranten um ihr Anliegen in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Es gehe den Verbänden Deutsche Diabetes-Hilfe, Deutsche Diabetes Gesellschaft, Verbände der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland sowie bundesweiten Selbsthilfeorganisationen darum, auf Defizite in der Versorgung und Forschung aufmerksam zu machen, heißt es in eine Mitteilung. Die Protestierenden wehren sich unter anderem gegen drohende Zuzahlungen für moderne Insuline.

Die Kritik richtet sich insbesondere gegen das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und die G-BA als Selbstverwaltung der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen. Beide Institutionen sprachen neuen Wirkstoffen den Zusatznutzen ab, "weshalb diese sicheren Therapieoptionen in Deutschland voraussichtlich nicht verfügbar sein werden", heißt es im Aufruf zur Demonstration. Nach Ansicht der Diabetes-Experten könnte aber mit den umstrittenen Substanzen Unterzuckerung besser vermieden und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

lyn/ala

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