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Lokales „Diadem über dem Elsterflutbecken“: Sanierte Mehrzweckhalle vervollständigt Campus Jahnallee
Leipzig Lokales „Diadem über dem Elsterflutbecken“: Sanierte Mehrzweckhalle vervollständigt Campus Jahnallee
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15:15 19.09.2011
Blick in die sanierte Mehrzweckhalle auf dem Campus Jahnallee der Universität Leipzig. Quelle: Matthias Puppe
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Leipzig

Insgesamt 984.000 Euro hat der Freistaat für die Sanierung der kleinen Arena aufgebracht. Weitere drei Millionen Euro sind notwendig, um noch kleinere Arbeiten auf dem Gelände, wie den Einbau einer modernen Brandschutzanlage in die benachbarte Ernst-Grube-Halle, durchführen zu können. Danach ist die 69 Millionen Euro teure Sanierung des Campus Jahnallee endlich abgeschlossen.

Bei den künftigen Nutzern sorgt dieser Umstand vor allem für Erleichterung. „Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist. Wir haben hier in den vergangenen zwölf Jahren doch ganz schön gelitten. Ich kenne die Fakultät ja praktisch nur als Großbaustelle“, sagte Dorothee Alfermann, Direktorin des Instituts für Sportpsychologie und Pädagogik, nach der Übergabe der Mehrzweckhalle durch den Staatsbetrieb Immobilien und Baumanagement (SIB).  Angesichts des mit vielen Fenstern ausgestatteten Sportsaals kam sie dennoch auch gleich ins Schwärmen: „Ich bin ja in den 1970er Jahren in diesen bunkermäßigen Sporthallen groß geworden – ohne Fenster, ohne Tageslicht. Dagegen ist das hier schon etwas ganz anderes. Und durch die Sanierung haben alle Räume noch einmal gewonnen.“

Dem pflichtete auch SIB-Bereichsleiter Emmerich Seibel bei, der Alfermann symbolisch den Schlüssel zur Halle im Hauptgebäude des Campus überreichte. „Die Anlage wurde in den 1950er Jahren mit großer städtebaulicher Geste umgesetzt, die noch bis heute sehr wirksam ist.“ Die Formensprache des Neoklassizismus sei hier elegant, kraftvoll und mit großer Ausstrahlung umgesetzt. Für Seibel ist das Gelände der früheren Hochschule für Körperkultur deshalb nicht weniger als „ein Diadem über dem Elsterflutbecken.“

Blick auf das unsanierte Gelände des Campus Jahnallee. Rot hervorgehoben ist das Hauptgebäude mit seinen unterschiedlichen Hallen. (Archivfoto) Quelle: Armin Kühne

Nach einem halben Jahrhundert der intensiven Nutzung durch Leipzigs Sportstudenten habe das Prunkstück aber immer mehr Risse aufgewiesen. Die Mehrzweckhalle drohte gar abzusacken. „Wie auch die benachbarten Hallen wurden hier Setzungserscheinung festgestellt“, erklärte Seibel. Auslöser dafür seien schlechte Baugrundverhältnisse, die aufwendig ausgeglichen werden mussten. Nachdem die Statiker erfolgreich ihre Arbeit abgeschlossen hatten, wurde ein massiver Parkettboden eingezogen, Schallschutzwände eingebaut, moderne Elektrik und Beleuchtung installiert und die Decke komplett erneuert. Zudem wurden die Vorraussetzungen geschaffen, um hier nun auch per Videoaufzeichnung sportwissenschaftliche Analysen durchführen zu können.

Künftig werden das vor allem Ballsportler sowie Badminton- und Tischtennis-Spieler zu würdigen wissen, die vornehmlich in der Mehrzweckhalle ihren Platz finden. Wie Dorothee Alfermann ergänzte, sei der Saal zudem für sportübergreifende Veranstaltungen und nach Ende der Vorlesungszeit auch für den Universitätssport nutzbar. Im selben Gebäude und somit in direkter Nachbarschaft der Mehrzweckhalle befinden sich die Ernst-Grube-Halle, die GutsMuths-Halle, eine Fechthalle, eine Judohalle, eine Kraftsporthalle, eine Boxsporthalle und eine Turnsporthalle.

Matthias Puppe

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