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Lokales Die Gewinner beim Leipziger Immobilienpreis 2017
Leipzig Lokales Die Gewinner beim Leipziger Immobilienpreis 2017
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10:26 15.09.2017
Konnten sich über den Immobilienpreis 2017 freuen (von links): Maximilian Trappe (Homuth+Partner), Gunnar Volkmann (W&V), Anja Hähle (Bauherrin Fachwerkhaus), Angelika Thamm (Thamm & Partner), Gudrun Morgenstern (Morgenstern Ingenieure), Torsten Kracht (Instone), Jens Voss (Zahnarzt), Robby Stamm (Ingenieurbüro Stamm).  Quelle: Foto: Jakob Richter
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Leipzig

 Am Donnerstagabend wurde das Geheimnis gelüftet, wer den Leipziger Immobilienpreis 2017 gewonnen hat. In der LVZ-Kuppelhalle begrüßte Moderatorin Katrin Huss dazu 150 Gäste. Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) würdigte das Engagement privater Bauherren für das Wiederaufblühen Leipzigs nach der Wende. „Wenn ich an meine Kindheit in Anger-Crottendorf denke, an die grauen Häuser und zum Teil schon Ruinen mit Taubenzecken, dann möchte ich sagen: Was hier wieder an Schönheit in die Stadt getragen wurde, das macht richtig stolz.“ Die 2500 Mitglieder von Haus & Grund Leipzig hätten nicht unerheblich dazu beigetragen, nahm Verbandschef Ronald Linke den Ball auf. Auch um dies zu verdeutlichen, habe Haus & Grund 2015 den Immobilienpreis erstmals ausgelobt.

Bei der zweiten Auflage gewann nun in der Kategorie Denkmalschutz der Salomonstift in der Oststraße 51-53. Aus den vom bedeutenden Architekten Arwed Roßbach bis 1899 errichteten Häusern hat die Berliner Firma Thamm&Partner 108 Wohnungen gezaubert. Zuvor standen sie unter Verwaltung der Kommune lange leer. Dem Architekturbüro W&V sei eine äußerst behutsame Sanierung gelungen, so das Urteil der zehnköpfigen Fachjury.

In der Kategorie Neubau bekam den Preis eine Villa, die Zahnarzt Jens Voss in der Wilhelm-Seyfferth-Straße 2 errichten ließ. Bis zur Zerstörung im II. Weltkrieg stand auf diesem Areal eine durch Max Pommer erbaute Bankiersvilla. Bei der Größe, Lagegeometrie sowie Fassade aus Schlesischem Kalkstein habe das Ingenieurbüro Stamm als Planer viel Fingerspitzengefühl bewiesen, hieß es in der Laudatio. Zudem gefiel der Nutzungsmix: Unten gibt es eine Zahnklinik, oben drüber 16 noble Suiten, die sowohl Klinikgäste als auch Touristen mieten können.

Die Leipziger Firma Instone Real Estate kam in der Kategorie Bauen im Bestand auf das Siegertreppchen. Und zwar mit dem Gohlis-Carré an der Virchowstraße, das Fritz Riemann (wohl der wichtigste private Architekt Leipzigs zwischen den Weltkriegen) 1934/35 erbaut hatte. Nun wurden die Altbauten saniert, 168 Wohnungen samt Tiefgarage im Hof geschaffen, resümierte Denkmalschützer Stefan W. Krieg-von Hößlin. Zudem seien zwei kriegszerstörte Häuser wieder aufgebaut worden. „Instone und ihr Architekt Peter Homuth haben einem eindrucksvollen Baukomplex seine ursprüngliche Schönheit wiedergegeben“, so der Fachmann.

Den Sonderpreis heimsten Anja Hähle und Daniel Posselt für die Rettung eines Fachwerkhauses in der Rittergutsstraße ein, geplant durch das Büro Morgenstern.

Von Jens Rometsch

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