Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Die Gutenbergschule auf der Leipziger Buchmesse
Leipzig Lokales Die Gutenbergschule auf der Leipziger Buchmesse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:01 14.03.2019
„Jedem Buch wohnt ein Zauber inne“ – frei nach Hesse ist dies das Motto der „AusbildBar“ von der Gutenbergschule. Die Schülerinnen präsentieren stolz ihren Setzkasten mit Projektleiterin Kathrin Elsner (hinten rechts). Der Kasten dient der Dekoration am Stand auf der Buchmesse. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

„Wenn alles gut läuft, sitze ich am Ende nur auf der Buchmesse und trinke Kaffee“, sagt Kathrin Elsner von der Gutenbergschule Leipzig. Sie betreut seit vielen Jahren ein sehr besonderes Projekt: die „AusbildBar“. Auszubildende verschiedener Fachrichtungen der Gutenbergschule konzipieren und leiten eigenständig einen Stand auf der Leipziger Buchmesse, die nächsten Donnerstag beginnt.

An dem Stand werden Autoren verschiedenster Genres Lesungen halten, und die Besucher können sich zu den Ausbildungen zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste und zum Buchhändler informieren. Aus diesen beiden Ausbildungen setzt sich auch die 24-köpfige Projektgruppe des Beruflichen Schulzentrums zusammen. Die eine Hälfte plant die Veranstaltungen, die andere kümmert sich um das Marketing.

Zusammenarbeit mit den Verlagen

Sarah Seidel ist die Leiterin der Veranstaltungsgruppe, und die 21-Jährige geht sichtlich in ihrer Aufgabe auf: „Es ist eine wunderbare Erfahrung und tolle Möglichkeit, mit Verlagen zusammenzuarbeiten und Kontakt aufzunehmen.“ Acht junge Frauen der Projektgruppe haben sich im Bibliotheksraum der Schule eingefunden und sind sichtlich aufgeregt, sobald die Buchmesse Thema wird. Cosima Weinschenk betreut eine Autorin, die auf der Messe lesen wird und erzählt begeistert von ihren Aufgaben: „Unter anderem stehe ich in direktem Kontakt zu ihr, um ihre Lesung an unserem Stand zu planen.“ Die 20-jährige Leonie Wiedermann ist Teil der Marketing-Gruppe. Um Aufmerksamkeit auf die „AusbildBar“ zu lenken, haben die Schülerinnen eigens ein Motto entworfen, das auf Lesezeichen und Beutel gedruckt wird: „Jedem Buch wohnt ein Zauber inne.“

Gutenbergschüler drucken selbst

Die Druckerzeugnisse entstehen selbstverständlich in der Gutenbergschule selbst, indem sich auch andere Ausbildungsgänge beteiligen. „Ich finde es total cool, selbst etwas Greifbares zu erschaffen, das man dann unter die Leute bringen kann“, sagt Leonie. Die Begeisterung der Gruppe ist im Raum spürbar – da ist jeder mit dem ganzen Herzen dabei. Das Motto, angelehnt an Hermann Hesses „Stufen“, steht auf dem rosa-lila-melierten Lesezeichen, dazu die relevanten Daten, wo der Stand auf der Buchmesse zu finden ist: Halle 5, Stand E507.

Seit Anfang der 90er-Jahre stemmen die Auszubildenden der Gutenbergschule diesen Stand, unterstützt von der Messe und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Seit 2006 leitet Elsner das Projekt und geht mittlerweile mit mehr Gelassenheit ans Werk. „Natürlich bin ich auch ein bisschen nervös, aber ich habe auch Vertrauen in meine Truppe. Und irgendwas passiert immer, aber wir werden das meistern“, sagt sie und lacht.

Planung läuft seit September

Die Planung des Projektes hat mit dem neuen Schuljahr angefangen. Die Auszubildenden sehen sich nur in drei dreiwöchigen Blocks, um das Projekt zu besprechen, ansonsten befinden sie sich im praktischen Teil der Ausbildung, in Bibliotheken oder Buchhandlungen. „Wir haben auch schon super Resonanz bekommen“, sagt Henriette Grund von der Marketing-Gruppe. „Die Autoren, die wir an unserem Stand vorstellen, freuen sich natürlich auch über eine Bühne auf der Buchmesse.“ Vor allem Debütautoren wollen die Azubis eine Bühne bieten, um mehr Bekanntheit zu erlangen. Neben der „AusbildBar“ betreibt die Gutenbergschule noch einen rein informativen Stand, an dem sich Besucher über die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste schlau machen können.

Von Katharina Stork

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viele Geflüchtete verfügen mittlerweile über ein gutes Niveau der deutschen Sprache, haben Integrationskurse abgeschlossen und ihren Aufenthaltsstatus geklärt. Nun drängt es viele an die Unis. HTWK, Uni Leipzig und Studentenwerk haben deshalb eine Info-Veranstaltung organisiert.

14.03.2019

Soeben hat die Stadt Leipzig eine frühere Gewerbefläche in Wiederitzsch in einen Schulbaustandort umgewidmet. Als der Hamburger Kaufmann Willi Müller-Preißer davon in der Zeitung las, wurde er wieder an eine traurige Geschichte erinnert. Einst betrieben seiner Vorfahren dort ein riesiges Holzveredelungswerk. Doch nach der Wende gingen die Alteigentümer leer aus.

14.03.2019

Zwei Stunden diskutierte der Stadtrat über die Großprojekte am Bayerischen und am Eutritzscher Freiladebahnhof, die ab 2020 Wohnraum und Gewerbeflächen schaffen sollen. Beide Pläne wurden grundsätzlich genehmigt.

15.03.2019