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Lokales Die Kreide-Zeit ist vorbei - Containerschule im Leipziger Waldstraßenviertel übergeben
Leipzig Lokales Die Kreide-Zeit ist vorbei - Containerschule im Leipziger Waldstraßenviertel übergeben
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16:31 05.08.2010
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Es ist geschafft

Im Schuljahr 2010/11 wird die Containerschule noch als Außenstelle der Lessing-Grundschule und als dazugehöriger Hort laufen. Vom darauffolgenden Jahr an soll sie als eine eigenständige Schule gelten, die aller Voraussicht nach in drei Jahren in einen Neubau umzieht. Bis dahin wirken die übereinander gestapelten weißen Container von Außen eher wie ein Domizil für Bauarbeiter. Doch zumindest der improvisierte Schulhof ist für die ABC-Schützen schon einladend. Eine Baumallee, Bänke, Spielgeräte und pünktlich ab dem ersten Schultag am Montag auch ein Sandkasten locken zum ausgelassenen Toben in der Pause.

Innen erwartet die künftig 57 hier lernenden Schulanfänger dann eine moderne Ausstattung. „Wir verabschieden uns vom Zeitalter der Kreide", betonte Thomas Kuhnert vom Schulverwaltungsamt und deutete damit auf die in jedem Unterrichtsraum angebrachten Whiteboards, statt der gewohnten grünen Tafeln. Zudem gibt es zahlreiche Beamer-Vorrichtungen, sodass die Lehrer mit modernster Technik arbeiten können. Hinzu kommt komplett neues Mobiliar in allen Räumen.

Es ist geschafft. Nach monatelanger Planung und wochenlangem Bau, steht die Containerschule auf dem Robert-Koch-Platz in Leipzig Mitte. Trotz immer wieder kehrender heftiger Kritik an der Interimslösung der Lessing-Grundschule im Waldstraßenviertel, fand am Donnerstagmittag nun pünktlich zum Schulbeginn in der nächsten Woche die Schlüsselübergabe statt.

„Neben all den tollen neuen Dingen haben wir hier vor allem einen Luxus: Platz", schwärmt auch Heike Hentschel, Leiterin der Lessing-Grundschule. Denn genau dies sei im Stammgebäude in der Lessingstraße das Hauptproblem. Deshalb akzeptieren nun auch die meisten Eltern die neue Außenstelle. „Natürlich ist es keine dauerhafte Lösung, aber im Moment ist die Ausstattung wirklich exzellent und zum Lernen gut geeignet", meinte Gritt Englert vom Elternrat der Schule.Und gegen die bisher noch kahlen, weißen Wände im Gebäude sollen die zwei Klassen in den kommenden Wochen etwas tun. „Natürlich können die Kinder hier kreativ werden und das Haus gestalten", sagte Hentschel. Poster, Bilder und Gebasteltes an den Wänden sei gar kein Problem.Bei der ersten offiziellen Begehung der Containerräume waren vor allem die Schulverwaltung, Schulleitung und die Politiker sehr euphorisch. Unglaublich stolz sei man, mit dem Systembau in so kurzer Zeit eine Übergangslösung für die begrenzte Platzkapazität in der Lessingschule gefunden zu haben, lobte Schulbürgermeister Thomas Fabian.Eine wirkliche Wahl, habe es in Anbetracht der zu hohen Schülerzahl und des immer näher rückenden neuen Schuljahrs allerdings auch nicht gegeben, so Kuhnert. Zumindest nicht, wenn man dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege" für kurze Schulwege treu bleiben wollte. Außerdem hätte innerhalb von vier Monaten nie ein Massivbau geschaffen werden können, erklärte der Mitarbeiter vom Schulverwaltungsamt weiter.Hauptproblem ist nach wie vor ein fehlendes Baugrundstück im Viertel. Seit Monaten ist die Stadt auf der Suche nach einem geeigneten Platz, doch bisher sei noch nichts spruchreif. „Wir haben einige Objekte im Blick, demnächst müssen wir entscheiden, ob wir ein kommunales oder ein privates Grundstück wählen", sagte Kuhnert. Dennoch sei er durchaus optimistisch, dass die Container an der Eitingonstraße, die pro Jahr 28.000 Euro Miete kosten, auch wirklich nur für die geplanten drei Jahre eine Übergangslösung seien.

Julia Wick

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