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Lokales Die Leipziger Stadtgeschichte in vier Bänden kommt viel später als geplant
Leipzig Lokales Die Leipziger Stadtgeschichte in vier Bänden kommt viel später als geplant
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00:36 10.07.2015
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Leipzig

Vertraglich fixiert hatten es im August 2013 Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Geschäftsführer des Universitätsverlages Gerald Diesener. "Damit kann nun die Phase der Texterstellung beginnen", hieß es bei der Signierung des Kontraktes. Doch die zieht sich hin - bisher ist von dem Historien-Kompendium mit wissenschaftlichem Anspruch und anschaulicher Darstellung noch keiner der jeweils 900 Seiten starken und reich illustrierten Bücher herausgekommen.

An der Finanzierung liegt es nicht, dank der Förderung durch die Leipziger Sparkasse und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung war diese gesichert worden. Auch an Begleitgremien herrscht kein Mangel: Der Beirat umfasst 15 Mitglieder, das Kuratorium hat mehr als 20, und dann gibt noch eine städtische Arbeitsgruppe. In allen ist mit Christian Aegerter der Leiter des Hauptamtes im Rathaus vertreten. Auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung erklärte er, bereits 2014 hätten sich aufgrund der Vielzahl von beruflichen und ehrenamtlichen Verpflichtungen der vier Herausgeber erste Verzögerungen abgezeichnet. Zu ihnen gehörte Professor Detlef Döring, der schwer erkrankte und am 1. April 2015 im Alter von 62 Jahren starb. Den Band 2, in dem die Zeit von der Reformation bis zum Wiener Kongress abgehandelt wird, konnte der renommierte Gelehrte nicht mehr zum Abschluss bringen. Nach LVZ-Informationen wird ein neuer Herausgeber für diesen Band gesucht. Nach dem Ableben von Detlef Döring sei beschlossen worden, die Erscheinungsreihenfolge nicht zur ändern, so Aegerter.

Im Klartext heißt das, der von Professor Enno Bünz verantwortete Band 1 "Von den Anfängen bis zur Reformation" soll - wenn alles reibungslos läuft - zum Tag der Stadtgeschichte am 12. November feierlich an Jung übergeben werden. "Die anderen drei Bände erscheinen - wie vom Universitätsverlag angekündigt - im Jahr 2016", blickte Aegerter voraus. Zuständig für Band 3 "Vom Wiener Kongress bis zum Ersten Weltkrieg" ist Professorin Susanne Schötz und für Band 4 "Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart" Professor Ulrich von Hehl.

Verlagschef Diesener hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass auch Band 2 noch dieses Jahr fertig werden könnte - im Dezember und damit korrespondierend mit dem eigentlichen Anlass der urkundlichen Ersterwähnung Leipzigs. Denn in der Chronik des Thietmar von Merseburg steht bekanntlich geschrieben, dass am 20. Dezember 1015 Bischof Eid von Meißen in urbe Libzi das Zeitliche segnete.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.07.2015
Mario Beck

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