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Lokales Die Leipziger Thomaskirche hat mit Martin Hundertmark wieder einen zweiten Pfarrer
Leipzig Lokales Die Leipziger Thomaskirche hat mit Martin Hundertmark wieder einen zweiten Pfarrer
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23:59 29.10.2014
Das neue Thomaskirchen-Team: Britta Taddiken und Martin Hundertmark. Im Hintergrund: der luftigere und hellere Altarraum nach Abtransport des Pauliner-Altars. Quelle: André Kempner

Thomas eingeführt wird, schlägt allerdings aus der Art: Lukas (17) will Jura studieren. "Aber Luther hat so ja auch angefangen", feixt Martin Hundertmark.

Der gebürtige Thüringer aus Vacha in der Rhön studierte von 1991 bis 1997 in Jena, war Vikar in Bad Berka und ab 2000 Pfarrer in Klettbach - beide Orte liegen im Kreis Weimarer Land. 2006 übernahm Martin Hundertmark die Pfarrstelle in der St.-Margarethen-Gemeinde Gotha. Als er die Ausschreibung für die Leipziger Stelle sah, zögerte er nicht lange.

"Ich bin ein Mensch, der historische Orte liebt, und ich habe eine Nähe zur Kirchenmusik." Es gebe nur wenige Gemeinden, die in diesem Sinne so viel zu bieten hätten. Das Besondere für ihn: die von Leipzigern und Gästen gut besuchten Motetten und "die Chance, dort den Menschen das Evangelium nahe zu bringen - in begrenzter Zeit, mit wunderbarer Musik".

Die kommenden Monate wird es eine ungewohnte Zeit für Hundertmark, den Familienmenschen. Sein Sohn geht in die zwölfte Klasse und soll in Thüringen sein Abitur zu Ende bringen. Dann kommen seine Frau Dorothea (47, Sozialpädagogin) und Lukas hinterher. Erstmal wird also gependelt.

Einen Umweg hat auch die Thomaskirche bei der Besetzung ihrer zweiten Pfarrstelle hinter sich. Eine neunmonatige Vakanz geht zu Ende, die mit dem Ruhestand von Pfarrer Christian Wolff begonnen hatte. Der Leipziger Polizeiseelsorger Stephan Bickhardt (55) hatte die Stelle zu 50 Prozent vertreten; er wird in dieser Funktion im nächsten Sonntagsgottesdienst verabschiedet. Die 4638 Gemeindeglieder von St. Thomas sind mit dem Antritt von Martin Hundertmark wieder voll versorgt.

Die erste Pfarrerin Britta Taddiken nahm zur gestrigen Pressekonferenz kein Blatt vor den Mund: Die Vakanz hätte auch drei Monate kürzer sein können. Doch die Kirchenleitung habe auf dem regulären Ausschreibungsverfahren bestanden: Zuerst wurde nur innerhalb der sächsischen Landeskirche gesucht - ohne Erfolg. In der zweiten, bundesweiten Runde gingen dann gut 20 Bewerbungen aus ganz Deutschland ein.

Drei kamen in die engere Wahl, Hundertmark hat das Rennen gemacht. Unter den Bewerbungen gab es übrigens einige Skurrilitäten, wie sich Britta Taddiken erinnerte. Ein Holländer hatte seine Unterlagen geschickt, der gar kein Pfarrer war, keine theologische Ausbildung hatte. Man könne ja alles lernen, habe der gemeint. Gefragt aber war "ein fertiger Pfarrer mit Affinität zur Musik und Erfahrungen im Gemeindepfarramt", berichtete Britta Taddiken. Der ist jetzt da. Superintendent Martin Henker heißt den Neuen in der Thomaskirche willkommen - morgen um 9.30 Uhr im Einführungsgottesdienst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.10.2014

Meine, Björn

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