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Lokales Die Stadt plant mehr altenfreundliche Wohnungen für Leipzig - Aktionsplan entwickelt
Leipzig Lokales Die Stadt plant mehr altenfreundliche Wohnungen für Leipzig - Aktionsplan entwickelt
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17:09 18.08.2011
Die Bundesbürger werden immer älter. Dadurch steigt die Nachfrage nach altengerechten Wohnraum. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Dementsprechend steigt die Nachfrage nach Wohnraum, der älteren Menschen so lang wie möglich ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat sowie den Vertreterm der Wohnungswirtschaft das Positionspapier „Altenfreundliches Wohnen in Leipzig“ entwickelt und einen Aktionsplan dazu erarbeitet, den die Beteiligten am Donnerstag unterzeichnet haben. „Das Neue ist, dass wir die Merkmale einheitlich definiert haben“, erklärt Michaela Kostov von der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaft.

Die Wohnungen sollten jedoch nicht nur altersfreundlich, sondern gleichzeitig generationenfreundlich sein. „Der Wohnraum ist sowohl für ältere als auch jüngere Bürger. Die verschiedenen Generationen sollen sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand geben“, erklärt Sozialbürgermeister Thomas Fabian.

Die Broschüre enthält Qualitätsstandards, die von allen Beteiligten für altenfreundliches Wohnen eingehalten werden sollen. So sollten die Wohnungen im Erd- oder ersten Obergeschoss liegen, das Haus über einen Aufzug verfügen. Einkaufsmöglichkeiten und Haltestellen des ÖPNV sollten möglichst im Umkreis von 300 Meter erreichbar sein. Auch müssten die Fußböden im Innenbereich schwellenfrei und genügend Bewegungsraum vorhanden sein. Beispielsweise im Bad, damit eine zweite Person sowie eventuelles Pflegerpersonal ausreichend Raum für Hilfestellung hat.

Der dazugehörige Aktionsplan sieht vor, in den nächsten fünf Jahren die Wohnungen nach den individuellen Anforderungen der Mieter anzupassen. Auch solle das Umfeld und die infrastrukturelle Ausstattung verbessern werden. Unter anderem wolle man die Haltestellenabstände verdichten. „Gerade hier sind wir als Stadt gefordert, um die Bürger besser am Geschehen der Stadt teilhaben zu lassen“, sagt Baubürgermeister Martin zur Nedden. Darüber hinaus wird das Angebot an Beratungs- und Informationsarbeit ausgebaut. So steht beispielsweise der Seniorenbeirat der Stadt beratend zur Seite. Auch soll der Service der Wohnungsunternehmen durch Sozialarbeiter und Hausmeister sowie von Pflegediensten ausgeweitet werden.

Den Aus- oder Neubau der Wohnungen „können wir als Wohnungswirtschaft nicht alleine bezahlen“, stellt Michaela Kostov klar. „Wir setzen hier auf weitere Akteure, die uns fördern.“ Baubürgermeister zur Nedden weiß: „Das Thema betrifft nicht nur uns, sondern spielt bundesweit eine Rolle. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass entsprechende Fördergelder zielgerichtet ausgeteilt werden.“

Wieviel Bedarf an altenfreundlichen Wohnungen besteht und ob es eventuell einen Stadtgebiets-Schwerpunkt geben wird, konnte Martin zur Nedden noch nicht sagen. „Das ist Bestandteil der Entwicklung. Was wir wissen ist, dass wir zu wenig solcher Wohnungen haben.“

aku

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