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Lokales Die erste Hochzeit in der neuen Leipziger Uni-Kirche
Leipzig Lokales Die erste Hochzeit in der neuen Leipziger Uni-Kirche
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22:00 19.08.2018
Laura und Daniel Teichmann sind das erste Paar, das erste Paar, das in der neuen Universitätskirche getraut wurde. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Premiere im der neuen Universitätskirche St. Pauli: Im Dezember 2017 war der Nachfolgebau für die alte Paulinerkirche festlich eröffnet worden. Am Sonnabend gab es die erste kirchliche Trauung. Laura Bauermann (29) und Daniel Teichmann (30) gaben sich vor über 100 Hochzeitsgästen das Ja-Wort. Ganz in der Nähe hatten sich die Leipzigerin und der Hamburger kennengelernt.

„Wir haben Jura an der Uni Leipzig studiert. Doch erst in der Campus-Bibliothek sind wir uns 2014 begegnet, während der Referendariatszeit“, erzählt Daniel vor der Zeremonie. Mittlerweile arbeiten die beiden längst – als Richterin und Rechtsanwalt in Leipzig. Doch dem Augusteum, im Herzen der Stadt, seien sie für immer verbunden. „Wir kennen die Geschichte der Universitätskirche St. Pauli, haben erlebt wie sie wieder erstand. Uns gefällt der Bau. Er ist einfach toll, fantastisch. Beim ersten Besuch stand für uns fest: Hier wollen wir heiraten. Damit schließt sich der Kreis. Und: Eine unvergessliche Feier soll es werden.“

Hochzeitsgesellschaft lässt Kirchenraum auf sich wirken

Dann der Sonnabend: Immer mehr Hochzeitsgäste füllen das Paulinum mit Leben. Verwandte, Freunde, Kollegen. Manche sind das erste Mal hier und lassen den hellen Kirchenraum auf sich wirken: Schauen auf die schöne Decke, die Lichtsäulen, den neugotischen Hochaltar und die sorgsam restaurierten Gedenkplatten, die Epitaphien. Dann ist der Moment gekommen, wo alle aufstehen: Der Brautvater führt Laura herein. Gleichzeitig erklingt das Lied: „Bis meine Welt die Augen schließt“. Gesungen von Carolina Jass. Der 1. Universitätsprediger Peter Zimmerling begrüßt die Festgäste: „Heute ist ein besonderer Tag in der Kirchgemeinde. Ich freue mich wahnsinnig über die Premiere. Eine Taufe hatten wir schon. Nun die erste Hochzeit.“ Ziemlich genau vor 50 Jahren fand an diesem Ort die letzte Trauung vor der Sprengung der alten Paulinerkirche statt. Das Paar von damals gehört auch heute noch der Kirchgemeinde an. Die Feier von heute solle ein wunderbarer Auftakt für weitere Feierlichkeiten in der neuen Kirche werden, wünscht sich Zimmerling. Die erste kirchliche Trauung führt Pfarrer Ralf Günther von der Michaelis-Friedenskirchgemeinde durch. Ihr gehört Daniel an. „Die beiden trauen sich heute, und die beiden werden getraut. Das wollen wir feiern“, wendet sich Günther an das Brautpaar und die Festgemeinde. „Danke für diese schöne Stunde, danke für diesen guten Tag“, singen alle gemeinsam.

Der Trauspruch haben Laura und Daniel aus dem Hohelied der Liebe des Apostels Paulus gewählt: „Die Liebe freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“ Darin liegen eine Menge Hinweise für eine Beziehung, an denen man sich orientieren kann, so Pfarrer Günther.

Mit der Rikscha durch die Innenstadt

„Liebe ist nicht nur ein Wort. Liebe, das sind Worte und Taten“, heißt es auch in dem Lied, das Carolina Jass singt. Ein emotionaler Höhepunkt für alle: Die Trauhandlung mit der Segnung des Brautpaares, das Treuebekenntnis und der Ringtausch als äußeres Zeichen der Liebenden. Diese zu ehren, bildet die Hochzeitsgesellschaft ein 20 Meter langes Spalier für das frisch verheiratete Paar. Vom Campushof geht es per Rikscha durch die Innenstadt: Passanten bleiben stehen, fotografieren, rufen Wünsche zu: Leipzig nimmt teil am Glück von Laura und Daniel. Alles Gute!

Von Ingrid Hildebrandt

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