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Lokales Dieser Wirt liebt den Trödel - Flohmarkt in der Leipziger Gosenschenke
Leipzig Lokales Dieser Wirt liebt den Trödel - Flohmarkt in der Leipziger Gosenschenke
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00:59 16.12.2013

Aus Platzgründen suchen die antiken Dinge nun für wenig Geld neue Besitzer.

"Schau mal, was ich gefunden habe!", ruft Heinz Hermann Kolbrink seiner Frau zu. In einer Eulenspiegel-Ausgabe aus den 1930-er Jahren steckt doch tatsächlich ein handgeschriebener Zettel mit einer beachtenswerten Lebensweisheit. "Wenn dich die Arbeitswut packt, drück dich still in eine Ecke und warte bis sie vorbei ist" hatte der Vorbesitzer des Büchleins notiert. Offenbar saß dem unbekannten Bücherfreund selbst der Schalk im Nacken. Gerade solche kleinen Entdeckungen mag Kolbrink. Der Bremer nutzte einen Verwandtenbesuch, um in der Gosenschenke auf Schnäppchenjagd zu gehen. Und auch seine Gattin wurde fündig. "Ich bin Lehrerin, da finde ich diese alten Rollbilder einfach toll", verrät Christina Lüllmann. "Dieses Postmotiv ist genau das richtige für meine Tochter."

Leipzig. Zum dritten Mal lud Wirt Jens Gröger am Sonntag zum Flohmarkt in die Gosenschenke "Ohne Bedenken" ein. Die zahlreichen Sammelstücke trug sein im vergangenen Jahr verstorbener Vorgänger Hartmut Hennebach zusammen. Aus Platzgründen suchen die antiken Dinge nun für wenig Geld neue Besitzer.
Einen ganzen Beutel voller Nussknacker, Räuchermännchen und anderer erzgebirgischer Volkskunst hat sich Katrin Kunze gesichert. "Meine Familie ist groß, da bekommt jeder etwas. Und alles was kaputt ist, repariere ich wieder", so die Gohliserin. "Hier ist garantiert alles echt, und ich stoße auf viele Kindheitserinnerungen."

Apropos Erinnerungen: Nach fotografischen Relikten aus Leipzig sucht André Hein. Und wird schnell fündig, eine Postkarte zeigt das "Blaue Wunder" vor der Blechbüchse. "Mein Sohn ist gerade mal zwölf Jahre alt. Viele längst verschwundene Bauwerke kann ich ihm auf diese Weise zeigen." Aus diesem Grund fahndet er vor allem nach Aufnahmen aus den 1970-er und 1980-er Jahren. "Es müssen Bauten zu sehen sein, die ich noch selbst kannte."

Als "eingefleischten Flohmarktfan" sieht sich Oliver Röper. Der Braunschweiger kann an alten Schätzen einfach nicht vorbeigehen. "Es lohnt sich eigentlich immer. Unlängst habe ich für neun Euro einen alten Tisch gekauft, der bei uns in Braunschweig im Museum zu sehen ist."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.12.2013

Bert Endruszeit

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