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Lokales Digitales Modell: Drohne erfasst Karl-Heine-Bogen in Leipzig-Plagwitz
Leipzig Lokales Digitales Modell: Drohne erfasst Karl-Heine-Bogen in Leipzig-Plagwitz
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15:32 28.10.2016
Frank Lochau (Geschäftsführer ProCopter) bei der Steuerung der Drohne am Karl-Heine-Bogen in Leipzig-Plagwitz. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Im Leipziger Westen startet am Freitag ein etwas unscheinbares Pilotprojekt, doch es könnte große Auswirkungen auf den lokalen Bausektor haben. Mit Hilfe einer Drohne wird der Karl-Heine-Bogen – die kleine Fußgänger- und Fahrradbrücke, die sich in Plagwitz über den Karl-Heine-Kanal spannt – abfotografiert und gescannt.

Am Freitagvormittag stieg die Drohne des Leipziger Unternehmens ProCopter in die kühle Herbstluft: „Von bis zu 40 Meter Höhe fotografiert sie das Gelände für ein Übersichtsmodell“, so Geschäftsführer Frank Lochau. Mit deutlich geringerem Abstand – rund 5 Meter – werden die einzelnen Teile der Brücke selber erfasst.

Mit einer Drohne wurde der Karl-Heine-Bogen in Leipzig-Plagwitz fotografiert und gescannt. Fotos: Dirk Knofe

Aus den einzelnen Fotos entstehenden dann später sogenannte Punktwolken. „Das sind dreidimensionale Darstellungen in Form von Punkten“, erklärt Raymond Grotegut von der SSI-Planungsgesellschaft, die das Pilotprojekt angestoßen hat. Ziel der Aktion ist ein dreidimensionales Baumodell des Karl-Heine-Bogens, das mit Hilfe des sogenannten Building Information Modelling (BIM) entsteht.

Baukosten könnten sinken

„So entsteht eine Datenbank mit allen Infos zum jeweiligen Gebäude“, so Grotegut. Denn auch im Bauwesen müsse die viel beschworene Industrie 4.0 – also die Digitalisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen – angewendet werden. Momentan gebe es fast nur analoge Daten von Gebäude oder dem jeweiligen Gelände. „Mit den digitalen Daten können wir Informationen effizienter bündeln“, sagt Grotegut. So könnten bei Bauprojekten in Zukunft Planungsfehler vermieden und Kosten gesenkt werden.

Das Pilotprojekt in Plagwitz entsteht in Zusammenarbeit mit der Verkehrs- und Tiefbauamt, das letztendlich für die Brücke zuständig ist. In Zukunft könnten dann theoretisch Datenbanken von allen öffentlichen Gebäuden entstehen. „Dadurch kann auch der langfristige Zustand von Gebäuden erfasst und mögliche Schäden frühzeitig erkannt werden“, so Grotegut.

Lucas Grothe

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