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Lokales Diskussion um Al-Rahman-Moschee: SPD fordert Änderung im Programmheft
Leipzig Lokales Diskussion um Al-Rahman-Moschee: SPD fordert Änderung im Programmheft
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22:54 18.09.2017
In der Diskussion um eine Erwähnung der vom Verfassungsschutz beobachteten Al-Rahman-Moschee im Programmheft der diesjährigen Interkulturellen Woche meldet sich nun SPD-Fraktionschef Christoph Zenker zu Wort und fordert, die Löschung des Veranstaltungshinweises. (Archivbild) Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Die Diskussion um die Aufführung der Al-Rahman-Moschee im Programmheft der Interkulturellen Woche in Leipzig geht weiter. Dem SPD-Fraktionschef Christoph Zenker fehlt das Verständnis dafür, dass der Al-Rahman-Moscheeverein in der Roscherstraße bei der Interkulturellen Woche auftaucht, so die Sozialdemokratische Fraktion im Stadtrat Leipzig am Montag. Der Islam gehöre zur Vielfalt im Land, radikale Salafisten aber nicht.

„Das sollte gerade im Referat für Migration und Integration selbstverständlich sein. Wie überall ist auch hier Haltung gefragt. Um dem Motto ,Vielfalt verbindet‘, unter dem die diesjährigen Interkulturellen Wochen stehen, gerecht zu werden, müssen diejenigen sichtbar gemacht werden, die integrativ, interkulturell und interreligiös wirken, und nicht auf jene, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen.“, so Zenker.

Hassan Dabbagh, Imam der Al-Rahman-Moschee und Vereinsvorsitzender, wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Der ultrakonservativen islamistischen Bewegung der Salafisten wird vorgeworfen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung abzulehnen und die Scharia über das Grundgesetz zu stellen.

Im Programm der Interkulturellen Wochen in Leipzig wurde auf den Tag der offenen Moscheen hingewiesen, an dem auch die Al-Rachman-Moschee teilnimmt. „Wir erwarten, dass das zukünftig nicht mehr passiert und dieser Veranstaltungshinweis aus dem Online-Angebot für die Interkulturellen Wochen gelöscht wird“, erklärt Christopher Zenker.

Weiterhin fordert die Leipziger SPD: „Wir brauchen einen Aufbau und eine Stärkung von Vereinen, die auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen und in ihrer Community wirken können, sowie ein Unterbinden von ausländischen Geldströmen zur Finanzierung von verfassungsfeindlichen Gemeinden“, so Zenker. Hierbei sollten Bund, Länder und die Verfassungsschutzbehörden die Kommunen unterstützen.

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