Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Diskussionen erwünscht: Leipziger Freiraum-Pavillon öffnet Freitag
Leipzig Lokales Diskussionen erwünscht: Leipziger Freiraum-Pavillon öffnet Freitag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:05 22.09.2015
Nach einem ersten Versuch im vergangenen Jahr öffnet der Herbstsalon dieses Jahr – als Freiraum-Pavillon. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig


Das Konzept soll laut Veranstalter „Menschen aller Altersklassen anziehen“, ein Fokus liegt aber auf jungen Leuten. Nicht zufällig fällt der Eröffnungstag auf den Beginn der für Jugendliche konzipierten Internationalen Demokratiekonferenz, die am Freitag ebenfalls in Leipzig beginnt. Auch der folgende Samstag bietet mit einem Poetry-Slam und einer Techno-Party eher Platz für Ausdrucksformen jüngerer Generationen.

„Wir wollen einen Raum bieten, wo Dialog möglich ist“, beschreibt Gesine Oltmanns von der Stiftung Friedliche Revolution die Intention der Veranstalter. Bis zum 11. Oktober bleibt der Pavillon auf dem Leuschnerplatz. 80 Menschen bietet er im Inneren Platz. „Wenn möglich, wollen wir aber so viele Veranstaltungen wie möglich im Freien anbieten“, so Regine Taureck, ebenfalls von der Stiftung Friedliche Revolution.

Schon die Podiumsdiskussion am Eröffnungsabend mit dem Titel „Aufbruch nach Europa“ signalisiert dabei eines der grundsätzlichen Themen des Freiraum-Konzeptes. Dabei sei das Programm laut der Veranstalter schon vor Monaten geplant, die aktuelle Diskussion um Flüchtlinge damals noch nicht absehbar gewesen. Mögliche Reibungspunkte seien aber durchaus bewusst gewählt worden. „Wir trauen den Themen zu, dass sie stark und brisant sind und die Leute anregen, sich zu äußern“, so Gesine Oltmanns. Erfahrungen über Diskussionskultur will sie auch aus den Veranstaltungsformaten der Volkshochschule zur rechtspopulistischen Legida ziehen, bei dem Gegner und Befürworter in Diskussionsforen aufeinander trafen.

Laut Uwe Schwabe vom Archiv Bürgerbewegung und ebenfalls Mitorganisator solle das Freiraum-Konzept, „die Leute da abholen, wo sie unterwegs sind.“ Untergliedert ist das Programm an den einzelnen Tagen meistens in Veranstaltungen für Familien oder Schulen am Vormittag, Filme am Nachmittag und Diskussionsforen am frühen Abend.

Das Freiraum-Konzept setzt bewusst auf ein breiteres Themenspektrum, mit Schwerpunkten an einzelnen Tagen: So steht am 4. Oktober beispielsweise Lateinamerika im Mittelpunkt, einen Tag später geht es um Griechenland. Am 6. Oktober diskutieren im Pavillon auf dem Leuschnerplatz dann unter anderem Roland Jahn, Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde und Gordian Meyer-Plath, Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz über „Überwachungsstaat – gestern und heute“. Im aufgestellten Pavillon soll es aber auch immer wieder die Friedliche Revolution thematisiert werden.

Begleitend zum sonstigen Programm wird auf dem Leuschnerplatz, der für die Freiraum-Tage extra Zugänge erhält, auch eine Ausstellung über den Alltag von Flüchtlingen gezeigt.

Das gesamte Programm gibt es im Internet unter www.stiftung-fr.de.

Von Lucas Grothe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die seit dem Tod von Leistenkrokodil Max leerstehende Krokodilanlage im Prof. Brandes-Haus des Dresdner Zoos wird wieder belegt. Im November soll ein Sunda-Gavial namens De Gaulle aus dem Leipziger Zoo in die Anlage einziehen.

22.09.2015
Lokales Beseitigung von Hochwasserschäden - Inselteich im Leipziger Clarapark wird saniert

Seit einigen Tagen wird mit der Teich-Terrasse ein beliebter Ruhepunkt am Inselteich im Clara-Zetkin-Park saniert. Um die Arbeiten an den maroden Fundamenten der Terrasse zu ermöglichen, musste im Vorfeld der Wasserspiegel abgesenkt werden.

22.09.2015

Nur zwei Scheiben Brot, verdreckte Waschräume: Die Leipziger Initiativen Refugee Support LE und „Menschen.Würdig“ prangern Mängel bei der Flüchtlingsunterbringung auf der Neuen Messe an. Die Landesdirektion weist die Vorwürfe als „mindestens übertrieben“ zurück.

23.09.2015
Anzeige