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Lokales Drei Demos in Leipzig – Proteste gegen Entmietung und Homophobie
Leipzig Lokales Drei Demos in Leipzig – Proteste gegen Entmietung und Homophobie
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12:22 21.05.2016
Zwischen den Mietern und dem Eigentümer der Jahnallee 14 ist ein Streit entbrannt - einer von vielen in Leipzig.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Bereits seit Dezember schwelt der Streit zwischen den Bewohnern der Jahnallee 14 und dem Eigentümer, der Berliner BSL Projektentwicklung GmbH. Nachdem zuletzt ein Vergleich mit einer der Mitparteien geschlossen wurde und nun offenbar eine Duldungsklage gegen die verbliebenen Mieter vorliegt, ist die Unsicherheit bei den Bewohnern groß. „Wir wissen noch nicht, wie es weitergeht. Aber je weniger wir werden, desto anstrengender wird es natürlich“, sagt Alix Bouteleux, die in dem Haus wohnt.

Nun rufen die Mieter der Jahnallee 14 am Samstag um 14 Uhr zu einer Demo gegen Entmietung in Leipzig auf. „Wir wollen auf die Problematik aufmerksam machen. Wir sind bei weitem nicht die einzigen“, erklärt Bouteleux. „Es geht auch nicht nur Studenten so, sondern auch älteren Leuten, die gar nicht wissen, dass man sich wehren kann.“

Das Ordnungsamt bestätigte die Anmeldung einer Demonstration für den 21. Mai. Der Aufzug soll vom oberen Martin-Luther-Ring über den Markt, den Thomaskirchhof und die Gottschedstraße bis zur Jahnallee 14 führen. Die Stadt rechnet mit etwa 200 Teilnehmern.

Außerdem wurden für Samstag zwei weitere Demos angemeldet. Anlässlich des internationalen Tages gegen Homophobie diese Woche findet ab 15 Uhr vom Augustusplatz über Brühl, Markt, Gottschedstraße und Jahnallee zum Clara-Zetkin-Denkmal im Johannapark ein Aufzug unter dem Motto „IDAHIT – International Day against Homo-, Inter- & Transphobia“ statt. Es wird mit etwa 500 Teilnehmern gerechnet.

Die Schaubühne Lindenfels ruft ebenfalls zu einem Protestmarsch auf. „Heraus zum ersten Leipziger Schiller Spaziergang! Oder: Die Kunst des Demonstrierens“ lautet das Motto, dem etwa 200 Teilnehmer folgen sollen. „Mit Schiller und Blum und als spielerische und fantasievolle Bewusstmachung freiheitlicher, liberaler, demokratischer Traditionslinien gehen wir für eine demokratische Stadtkultur spazieren“, heißt es im Aufruf. Der Zug soll sich um 18 Uhr am Markt in Bewegung setzen und über die Katharinenstraße und den Brühl zum Nordplatz und von dort bis zur Menckestraße 42 laufen.

Von Nathalie Helene Rippich

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