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Lokales Drei Jahre nach Umbau: Karli in Leipzig schon kaputt
Leipzig Lokales Drei Jahre nach Umbau: Karli in Leipzig schon kaputt
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18:02 20.11.2018
Nach drei Jahren schon ein Sanierungsfall: In der Karli zwischen der Riemannstraße und Hoher Straße werden seit dieser Woche etwa ein dutzend Parkbuchten umgebaut. Quelle: André Kempner
Leipzig

Drei Jahre nach dem 16,5 Millionen Euro teuren Umbau der Karl-Liebknecht-Straße ist die Magistrale im Leipziger Süden schon ein Sanierungsfall. Zwischen Riemannstraße und Hohe Straße sind seit dieser Woche acht Parkbuchten für Autos gesperrt. Bauarbeiter haben auf den Stellflächen neben der stadtauswärtigen Fahrbahn das Pflaster herausgerissen. Der Gehweg ist teilweise abgesperrt. Fußgänger und Autofahrer reiben sich darüber verwundert die Augen.

Vor drei Jahren wurde die Karli komplett umgebaut. Nun müssen einzelne Parkbuchten bereits saniert werden.

Grund für die Instandsetzungsarbeiten sind Fehlplanungen, wie die Stadt am Dienstag auf Anfrage von LVZ.de einräumte. „Im Laufe der rund dreijährigen Nutzung wurde festgestellt, dass die Nutzungsfrequenz der Parkbuchten überdurchschnittlich hoch ist. Das heißt, dass überdurchschnittlich viele Fahrzeugwechsel stattfinden“, heißt es aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA).

Pflaster für „extreme Nutzung“ nicht geeignet

Mit einer so häufigen Fluktuation ein- und ausparkender Fahrzeuge hatten die Planer im Vorfeld nicht gerechnet. Dabei sind die Stellflächen ohnehin nur für Kurzparker ausgewiesen. An normalen Werktagen würden die Autos jedoch noch häufiger, etwa im Viertelstundentakt, wechseln, haben Stichproben der Verkehrsplaner ergeben. Hinzu kämen die zahlreichen Lieferfahrzeuge für Händler und Gastronomen.

Durch die außergewöhnlichen Belastungen seien immer wieder Schäden aufgetreten, welche „punktuell beseitigt“ wurden, so das VTA. Das verlegte Pflaster war für die „extreme Nutzung“ offenbar nicht geeignet und habe sich regelmäßig gelockert, heißt es. „Um eine dauerhafte Lösung zu erzielen, wurde entschieden, den Aufbau der Parkbuchten den sehr hohen Anforderungen anzupassen“, teilt die Behörde mit. Pflastersteine und Unterbau müssen dafür komplett ausgetauscht werden. Ab 7. Dezember sollen die Parkbuchten wieder nutzbar sein.

Stadt bleibt auf Kosten sitzen

Die Kosten für den Umbau trägt die Stadt – und damit der Steuerzahler. Gewährleistungsansprüche können offenbar nicht geltend gemacht werden. Es habe sich nicht um „Pfusch am Bau“ gehandelt, betonte das VTA auf Nachfrage. Die Parkbuchten seien fachmännisch nach den Vorgaben der Stadt angelegt worden, heißt es. Nur hatte im Vorfeld der zwei Jahre dauernden Sanierung offenbar niemand damit gerechnet, dass sich die von zahlreichen Läden und Lokalen gesäumte Meile zu einem solchen Verkehrs-Hotspot entwickeln würde.

Zu den Kosten der Bauarbeiten wollte das Rathaus auf Nachfrage keine Angaben machen. Diese würden „im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung“ gedeckt, hieß es lediglich.

Von Robert Nößler

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