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Lokales Drei große Laufveranstaltungen führen zu Verkehrsbehinderungen
Leipzig Lokales Drei große Laufveranstaltungen führen zu Verkehrsbehinderungen
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09:45 02.03.2017
Am Sonntag wird in Leipzig wieder gelaufen. Betroffen ist vor allem der Südosten.  Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

 Herbstzeit ist Jogging-Zeit. Die kühleren Temperaturen sind optimal zum Laufen. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass am Wochenende gleich drei Großveranstaltungen zum Thema „Laufen“ in und um Leipzig über die Bühne gehen – zum Teil zeitlich parallel. Während sich die Athleten im sportlichen Wettkampf messen, müssen Autofahrer einer schwierigen Verkehrslage trotzen. Für sie sind Geduld und Verständnis gefragt, teilt das Leipziger Ordnungsamt mit.

Mit Laufschuhen durch das Neuseenland

Los geht es am Samstag in Großpösna, wo schon zum 17. Mal der Leipziger Südraum-Marathon abgehalten wird. Der Start erfolgt 12.30 Uhr. Auf die Teilnehmer wartet eine anspruchsvolle Strecke. Rund um den Störmthaler und Markkleeberger See haben die Sportler neben Feld-, Sand- und Waldwegen auch einen längeren Anstieg auf der Halde Trages zu meistern. Die gesamte Distanz wird in einem Dreier-Team absolviert, bestehend aus einem Läufer und zwei Radfahrern. „Die Positionen dürfen dabei beliebig gewechselt werden“, erklärt der Veranstalter, der Lauf- und Freizeitverein Oberholz e. V. Allerdings müssen alle Teammitglieder das Ziel gemeinsam erreichen.

Von Leipzig nach Halle

Seine immerhin 15. Auflage hat am Sonntag der Mitteldeutsche Marathon (MDM), der wie das antike Vorbild zwei Orte miteinander verbindet. Nach langer Pause soll er dem engeren Zusammenrücken von Leipzig und Halle eine sportliche Note verleihen. Beginn ist 9 Uhr auf dem Richard-Wagner-Hain. Zur Strecke gehören unter anderem der Uferweg am Elsterflutbett und der Luppedamm. In diesem Zusammenhang treten zwischen 9 Uhr und circa 10 Uhr Straßensperrungen auf. Betroffen sind laut Leipziger Ordnungsamt folgende Stellen: Hans-Driesch-Straße/Höhe Nordanlage und Am Pfingstanger/Höhe Luppebrücke.

Monumentaler Start- und Zielbereich

Unter dem Label „Der Klassiker im Herbst“ lädt ebenfalls am Sonntag der Halbmarathon Leipzig ins südöstliche Stadtgebiet ein. Die Laufveranstaltung jährt sich zum vierten Mal. Als Start- und Zielbereich dient der südliche Platz vor dem Völkerschlachtdenkmal. Um 10 Uhr eröffnen die Teilnehmer des Halbmarathons, 10.10 Uhr folgen die Zehn-Kilometer-Läufer. Der Streckenverlauf beim Halbmarathon führt von der Straße An der Tabaksmühle über Prager Straße und Muldentalstraße bis nach Liebertwolkwitz. Von dort aus nach Wachau, zum Naherholungsgebiet Lösnig-Dölitz und wieder zurück auf die Prager Straße. Veranstaltungschef Conrad Kebelmann von der Sportmacher GmbH aus Berlin spricht von 20 Prozent mehr Teilnehmern.

Das Verkehrskonzept haben die Sportmacher zusammen mit der Stadt Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig abgestimmt. Es sieht unter anderem vor, dass die Straße An der Tabaksmühle zwischen Friedhofsweg und Prager Straße gesperrt wird. Umleitungen werden ausgewiesen, informiert das Leipziger Ordnungsamt. Die Prager Straße bleibt stadteinwärts immer befahrbar. Darüber hinaus ist mit Veränderungen bei den Buslinien 75, 76 und 79 zu rechnen. Mehr dazu erfahren Betroffene auf der Website der LVB.

Zwei Läufe an einem Tag – ein Problem?

Dass zwei große Lauf-Events für Sonntag terminiert sind, wurde offenbar durch Missverständnisse heraufbeschworen. Die Sportmacher GmbH sei „irrtümlich“ davon ausgegangen, dass der MDM am 16. Oktober erfolge, sagt MDM-Veranstalter run e. V. auf LVZ-Anfrage. Nach Auffassung von Kebelmann sei jedoch der Halbmarathon als erstes für den Monatsneunten in Leipzig angemeldet worden. Hinzu kommt, dass der 9. Oktober die „einzige Option“ für die Sportmacher dargestellt habe. Denn am 1. des Monats war der Stadtwerkelauf Leipzig. Und am 16. ist das Völkerschlachtdenkmal als Veranstaltungsterrain belegt.

Für das Leipziger Ordnungsamt lag kein Ablehnungsgrund für die beiden Sportereignisse vor. Das verlautete die Behörde gegenüber LVZ.de. Grundsätzlich scheinen sich beide Veranstalter aber auch einig zu sein, mit der Situation leben zu können. Die zeitliche Überlappung sei „kein Problem“, versichert Kebelmann, schon gar nicht für die Organisation. Außerdem bestehe keine Gefahr, sich Läufer wegzunehmen. Denn diese suchen sich sowieso diejenige Strecke aus, die sie mehr reizt. Und mal ehrlich: Wer ist schon körperlich in der Lage, zwei große Strecken binnen eins, zwei Wochen zu laufen.

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Die schönsten Strecken in Leipzig

Von Matthias Klöppel

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