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Lokales Dresden beim Erhalt historischer Bausubstanz bundesweit top – Leipzig auf Rang drei
Leipzig Lokales Dresden beim Erhalt historischer Bausubstanz bundesweit top – Leipzig auf Rang drei
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19:30 26.09.2012
Dresden ist es unter den großen deutschen Städten am besten gelungen, die historische Bausubstanz zu erhalten. Leipzig belegt den dritten Platz. Quelle: dpa
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Dresden/Leipzig

Demnach stellen 68 Prozent aller Bundesbürger der sächsischen Metropole in dieser Frage das beste Zeugnis aus. Dresden verteidigt damit seinen Spitzenrang gegenüber 2006, als eine gleich lautende Studie mit dem Institut Allensbach erstmals durchgeführt wurde.

Ein weiterer Gewinner im Denkmal-Ranking ist Leipzig. Inzwischen lobt mehr als jeder dritte Deutsche (36 Prozent) die Stadt „für besonders gut gelungenen Erhalt historischer Bausubstanz“. Damit verbessert sich Leipzig gegenüber 2006 um gleich zwei Ränge und belegt nunmehr Platz drei unter den deutschen Großstädten.

Deutliche Verlierer sind dagegen München, Köln und Düsseldorf. Die bayerische Landeshauptstadt rutscht von Platz 2 auf Platz 4 zurück. Den insgesamt größten Verlust an Zustimmung zur Denkmalpflege erlebt jedoch Köln. Um glatt ein Fünftel gegenüber 2006 sinkt hier die bundesweite Anerkennung für gute Denkmalpflege auf jetzt nur noch 20 Prozent. Tatsächlich gab es auch in der Denkmalbehörde der Domstadt in den vergangenen Jahren große Auseinandersetzungen.

Auf dem letzten Rang unter den zehn größten Städten Deutschlands landet schließlich die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf. Nur fünf Prozent der Bundesbürger sehen hier eine positive Situation bei Denkmal-Bauten.

Bundeshauptstadt Berlin steigt in der Gunst

Einen großen Sprung vorwärts macht bei der neuen Studie aber Berlin: Um rund ein Viertel, von 34 auf 42 Prozent Nennung unter allen Deutschen, steigert die Bundeshauptstadt die Zustimmungsquote für guten Umgang mit historischen Bauten. Sie klettert bundesweit nun auf Platz zwei. „In Berlin hat sich in den vergangenen Jahren beim Erhalt historischer Bausubstanz tatsächlich äußerst viel getan. Das wird bundesweit registriert“, erklärt Michael Ries, Vorstand der pantera AG. Immobilien-Projekte in der Hauptstadt sind ein Schwerpunkt seines Unternehmens. Ries: „Die große Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum in guter Zentrumslage hat dafür gesorgt, dass viele Altbau-Perlen von Investoren entdeckt und hochwertig restauriert wurden.“ Auch die Bauverwaltung der Stadt unterstütze in der Regel solche Vorhaben sehr konstruktiv.

Mehrheit der Deutschen für Sanierungen statt Neubauten in den Innenstädten

Wie wichtig den Deutschen historische Immobilien in den Städten sind, zeigen weitere Ergebnisse. Michael Ries erläutert: „84 Prozent der Deutschen fordern bei Innenstadt-Sanierungen die Restaurierung der alten Gebäude statt Neubauten. Zudem gibt es mit 79 Prozent eine überwältigende Zustimmung für Steuervergünstigungen bei der Modernisierung historischer Bauten.“

Dabei ist das Wohnen im Denkmal für junge Menschen sogar attraktiver als für die ältere Generation. „Unter den Deutschen von 16 bis 44 Jahren ist mit 45 Prozent fast jeder zweite interessiert am Wohnen im restaurierten, historischen Gebäude“, berichtet Ries. Bei über 60-Jährigen seien es nur 34 Prozent.

Die Studie „Denkmalgeschützte Immobilien“ wurde – wie die ersten Auflage – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach erstellt. Das IfD hat in der bundesweit repräsentativen Umfrage in diesem Jahr 1.669 in Deutschland lebende Bürger ab 16 Jahre persönlich befragt.

ra

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