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Lokales Dresden wird kein Vorbild: Leipzigs Feuerwehr bleibt blau
Leipzig Lokales Dresden wird kein Vorbild: Leipzigs Feuerwehr bleibt blau
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23:59 12.07.2013
Leipzig bleibt blau, Dresden wird gelb Quelle: SMI

Der Modellwechsel ist jedoch keine Ländersache, sondern eine "rein städtische Angelegenheit", sagt Karl-Heinz Schneider, Chef der Leipziger Branddirektion. Und die Stadt Leipzig habe sich aus Kostengründen dafür entschieden, weiterhin die traditionellen dunkelblauen Schutzanzüge mit reflektierenden Streifen zu tragen. Schneider spricht von der "wirtschaftlicheren Lösung" bei einer "technisch ausreichenden Schutzwirkung".

In der Landeshauptstadt läuft indes die Umrüstung. Nicht nur die Farbe der Kleidung ändert sich, es handelt sich um ein ganz anderes Material. Das soll die Feuerwehrleute besser vor Hitze und gefährlichen Stoffen schützen. Die neue Einsatzkleidung besteht aus sogenannten PBI-Fasern. Dieses Gewebe, ursprünglich für die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa entwickelt, gilt als mechanisch und thermisch hoch belastbar. Und: Die Einsatzuniformen seien bequemer und atmungsaktiver, besser sichtbar, würden nicht so viel wiegen wie die herkömmlichen Teile aus dem Material Nomex, werden die Vorteile gepriesen.

"Die Feuerwehrleute schwitzen darin weniger. Das bringt natürlich auch eine Arbeitserleichterung mit sich", hat Frank Wend, Sprecher des sächsischen Innenministeriums, von Einsatzkräften gehört. Es handle sich bei der sandfarben-gelben Ausrüstung (Nachteil: Sie wird schnell schmutzig.) aber "um keinen neuen Sicherheitsstandard", betont Wend. Wie viele Kommunen in Sachsen einen Wechsel vollziehen oder planen, könne er nicht sagen. "Eine Statistik darüber führen wir nicht." Auch im Erzgebirgskreis hätten sich Städte dafür entschieden. Damit die Neueinkleidung unproblematisch vonstatten gehen könne, sei 2012 noch eine Verwaltungsvorschrift geändert worden, die blau vorgeschrieben hatte, so Wend.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Sabine Kreuz

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