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Lokales Dubrau will Berliner Verhältnisse in Leipzig vermeiden – neues Konzept für Wohnungsmarkt
Leipzig Lokales Dubrau will Berliner Verhältnisse in Leipzig vermeiden – neues Konzept für Wohnungsmarkt
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16:00 28.05.2014
Blick über die Messestadt Leipzig. (Archivfoto) Quelle: Volkmar Heinz
Leipzig

Deshalb will Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) mit Experten und Bürgern das wohnungspolitische Konzept der Stadt überarbeiten.

Zuletzt wurde das Thema 2009 gründlich unter die Lupe genommen, seitdem hat sich aber einiges verändert. „Pro Jahr ist unsere Stadt um jeweils 10.000 Einwohner gewachsen und damit deutlich stärker als prognostiziert“, sagt Dubrau. Die höhere Wohnungs-Nachfrage sorgt dafür, dass die Mieten steigen. Allerdings sei die Kaltmiete mit im Schnitt 5,50 Euro pro Quadratmeter immer noch moderat. In der Landeshauptstadt Dresden müssen Mieter im Durchschnitt 6,50 Euro berappen.

30.000 Wohnungen stehen in Leipzig leer

Laut dem Dezernat für Stadtentwicklung und Bau werden vor allem kleine sowie sehr große Wohnungen langsam knapp. Aber an einen generellen Mangel von Unterkünften sei laut Dubrau nicht zu denken. Etwa 30.000 stünden noch leer. Allerdings seien die meisten davon in schlechtem Bauzustand oder befinden sich in unattraktiven Lagen. Dafür sind etwa 6000 Wohnungs-Neubauten für die nächsten Jahre in Vorbereitung, erklärte die Baubürgermeisterin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Neuen Rathaus.

Dubrau will das Thema Wohnungsknappheit in Leipzig früh angehen, damit nicht irgendwann Verhältnisse wie in Berlin herrschen, wo die Bürger im Schnitt 7,20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zahlen. „Wir wollen uns an der Umbruchsituation am Wohnungsmarkt beteiligen und nicht zuschauen“, so die 59-Jährige. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, soll das neue wohnungspolitische Konzept der Stadt von Branchen-Experten sowie Bürgern der Stadt Leipzig gemeinsam erarbeitet und beurteilt werden.

Dubrau: „Die Wohnung ist so etwas wie eine zweite Haut“

Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). Quelle: André Kempner

Wichtige Themen seien auch der demographische Wandel und der energetische Sanierungsbedarf. Zu den Experten gehören unter anderem Genossenschaften, die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft, Mietervereine, Makler und Baugruppen, die sich in vier Workshops austauschen. Auch für die Bürger sind vier Veranstaltungen geplant. „Es ist ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Die Wohnung ist so etwas wie eine zweite Haut. Deshalb sollen möglichst viele Leute an dem neuen Konzept beteiligt sein“, sagte Dubrau.

Die erste öffentliche Veranstaltung zum Mitdiskutieren findet am 2. Juni ab 18.30 Uhr im Festsaal des Neuen Rathauses unter dem Motto „Wohnen in der wachsenden Stadt. Wie bleibt Wohnen auch zukünftig für alle attraktiv?“ statt. Bereits ab 18 Uhr können alle Interessierten mit Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen. Unter anderem stehen Oberbürgermeister Burkhard Junge (SPD), Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) Rede und Antwort.

Anfang 2015 soll das Konzept zum Beschluss im Stadtrat vorgelegt werden. Etwa 80.000 Euro wird das Ganze kosten, 52.750 Euro steuerten 15 Wohnungsmarktakteure die bei den Workshops der Experten beteiligt sind bei. Die übrige Summe wird aus der Stadtkasse finanziert.

Anne Grimm

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