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Lokales Dubrau will neues Park-Konzept in Leipziger Gründerzeitvierteln testen
Leipzig Lokales Dubrau will neues Park-Konzept in Leipziger Gründerzeitvierteln testen
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00:59 08.02.2014
Mit neuen Konzepten will die Stadt dem Parkchaos begegnen. Zuletzt hatte es hier in Schleußig heftige Diskussionen darum gegeben. Quelle: André Kempner

Das kündigte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) an.

Die wachsende Attraktivität der Gründerzeitviertel, die steigende Einwohnerzahl und damit einher gehend auch die zunehmende Anzahl von Pkw in der Stadt hätten vielerorts einen Parkdruck ausgelöst, "der in der Regel nicht mehr im öffentlichen Verkehrsraum kompensiert werden kann". Das antwortete Dubrau jetzt auf eine Einwohneranfrage zur Parkplatzsituation in den Gründerzeitvierteln. In dem Schreiben an Ronald Piech, der sich danach erkundigt hatte, wie die Kommune stadtplanerisch auf die Parkplatznot in den Quartieren in Schleußig, Plagwitz, Stötteritz, Gohlis sowie in der Süd- und Nordvorstadt reagiere, erklärte Dubrau, dass die Stadt "weder verpflichtet noch überhaupt in der Lage ist, jedem Kfz-Halter einen kostenlosen wohnungsnahen Stellplatz zu garantieren".

Die Kommune bemühe sich jedoch um Lösungen. Nur: Bisher gängige Konzepte zur Parkraumbewirtschaftung - also Parken gegen Gebühr oder mit Parkscheibe, Vergabe von Anliegerparkplätzen - stellten mittlerweile in Stadtteilen wie dem östlichen Waldstraßenviertel oder in Schleußig allein keine Lösung mehr dar.

Perspektivisch sieht die Baubürgermeisterin nur einen Ausweg: die Abhängigkeit vom privaten Pkw in den von Autos überfüllten Quartieren zu verringern, die sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu erreichen sind. Heißt: In den Vierteln, die gerade bei gut verdienenden Familien mit Kindern beliebt sind, würden die Bewohner zum Verzicht auf ihre Limousinen aufgefordert!

Dubrau: "Deshalb soll für ein ausgewähltes Stadtquartier mit unzureichendem Stellplatzangebot geprüft werden, ob ein integriertes Mobilitätskonzept Entlastung bringen kann, das durch Information und Anreize zu einer verstärkten Nutzung von Alternativen zum privaten Pkw motiviert."

Das Konzept sieht vor, verfügbare öffentliche Räume bevorzugt als Stellplätze für Mietwagen (Car Sharing) zu nutzen. Durch eine attraktivere Gestaltung von Gehwegen und Straßenübergängen sollen sich zudem die Rahmenbedingungen für Fußgänger verbessern. Radwege und zusätzliche Abstellflächen könnten immer mehr Menschen dazu bringen, sich auf dem Fahrrad fortzubewegen. Und durch ein dichteres Haltestellennetz will Baubürgermeisterin Dubrau noch mehr Leipziger in Busse und Straßenbahnen und weg vom eigenen Auto lenken.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.02.2014

Klaus Staeubert

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