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„Dumpfer Knall“ – Bericht zum ausgebrannten Küken-Flugzeug in Leipzig liegt vor

„Dumpfer Knall“ – Bericht zum ausgebrannten Küken-Flugzeug in Leipzig liegt vor

Das Feuer in der mit knapp 49.000 Küken beladenen Frachtmaschine auf dem Flughafen Leipzig/Halle ist vor knapp drei Monaten an einer Hilfsturbine ausgebrochen. Das geht aus dem am Montag vorgelegten Zwischenbericht der Bundesstelle für Fluguntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor.

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Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Flughafens Leipzig/Halle sichern im Frachtbereich des Flughafens in Schkeuditz die ausgebrannte Frachtmaschine.

Quelle: Hendrik Schmidt

Braunschweig/Leipzig. „Wir konnten damit die Brandentstehung eingrenzen, die Ursache ist aber noch nicht geklärt“, sagte BFU-Sprecher Jens Feldmann auf Anfrage von LVZ-Online. Der Abschlussbericht soll frühestens im Sommer kommenden Jahres vorliegen.

Der Transporter vom Typ Antonov 12 BK war am 8. August aus Stockholm kommend mit seiner siebenköpfigen Besatzung gegen 19.15 Uhr in Schkeuditz gelandet. Vier Stunden später wurden die einen Tag alten Küken aus den Niederlanden in die ukrainische Frachtmaschine geladen. Das Ziel für die Tiere: Eine Mastanlage im russischen Mineralye Vody, wo sie aufgezogen werden sollten.

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Braunschweig/Leipzig. Das Feuer in der mit knapp 49.000 Küken beladenen Frachtmaschine auf dem Flughafen Leipzig/Halle ist vor knapp drei Monaten an einer Hilfsturbine ausgebrochen. Das geht aus dem am Montag vorgelegten Zwischenbericht der Bundesstelle für Fluguntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor. „Wir konnten damit die Brandentstehung eingrenzen, die Ursache ist aber noch nicht geklärt“, sagte BFU-Sprecher Jens Feldmann auf Anfrage von LVZ-Online.

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Nachdem das 1969 gebaute Flugzeug mit rund 23.000 Litern Kraftstoff betankt worden war, startete die Mannschaft kurz nach 2 Uhr das erste Triebwerk. „Während des Anlassvorganges von Triebwerk 4 hörte die Besatzung einen dumpfen Knall“, heißt es in der BFU-Expertise. Kurz darauf habe die Feuerwarnung der Hilfsturbine aufgeleuchtet. Zeugen hätten zudem beobachtet, dass auf der linken Seite unterhalb des Rumpfes eine Flüssigkeit auf den Boden ausgelaufen sei.

Die Besatzung wollte den Brand zunächst mit drei im Cockpit hinterlegten Handfeuerlöschern ersticken. Sie schickte zwei Bordmechaniker und einen Ingenieur durch den Notausstieg im Flugzeugboden aufs Rollfeld. Als der Löschversuch misslang forderten die Kollegen über den Tower die Feuerwehr an. Sie bekämpfte vier Minuten später die Flammen mit Spezialschaum. Während sich die Mannschaft der Antonov retten konnte, kam für die in Pappkisten untergebrachten Küken jede Hilfe zu spät. Das Feuer, so die BFU, hatte sich sehr schnell und massiv ausgebreitet.

Die letzte große Wartung der Maschine erfolgte von Juli bis September 2012. Pilot und Co-Pilot verfügten gemeinsam über eine Erfahrung von mehr als 10.000 Flugstunden.

Matthias Roth

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