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Lokales Edel-Klinik am Leipziger Augustusplatz geplant - Eröffnung Ende 2016
Leipzig Lokales Edel-Klinik am Leipziger Augustusplatz geplant - Eröffnung Ende 2016
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23:59 23.07.2014
Leipzig

Den Trend noch verstärken soll jetzt ein neues "Klinikum am Augustusplatz". Der Baustart für das 18-Millionen-Euro-Projekt ist noch in diesem Jahr vorgesehen, die Eröffnung für Ende 2016.

"Wir arbeiten mit renommierten Ärzten zusammen, die bereits über Erfahrungen mit dieser besonderen Klientel verfügen", erklärt Jörg Zochert vom Projektentwickler KSW. Leipzig stehe bei gut betuchten Patienten aus Russland, Osteuropa sowie dem arabischen Raum hoch im Kurs: "Vornehmlich aus Syrien, Libyen und den Golfstaaten."

In Städten wie München gebe es bereits einen regelrechten Medizintourismus. "Dort flanieren dann die Scheichs mit ihren Angehörigen im Englischen Garten." Das Konzept der neuen Leipziger Einrichtung, die auf einer Teilfläche des Areals der Hauptpost am Augustusplatz entsteht, wende sich aber weniger an Superreiche, die locker 900 Euro pro Krankenhaus-Übernachtung zahlen können. Vielmehr solle ein hohes Niveau in der medizinischen Versorgung beispielsweise von Krebserkrankten geboten werden - zu vertretbaren Preisen.

Edles und großzügiges Foyer

Um dies zu erreichen, wird der an der Querstraße geplante Neubau neben Operationssaal und MRT auch einige Besonderheiten aufweisen. So gibt es für die Besucher aller verschiedenen Ärzte-Disziplinen einen gemeinsamen Empfang - anders als etwa in der "Praxisklinik Am Johannisplatz", die genau gegenüber liegt. Dafür soll dieses Foyer aber besonders großzügig und edel ausfallen, auch über unterschiedlich abgeschirmte Bereiche verfügen, um die gebotene Diskretion für Schwerstkranke zu wahren. Obwohl unter dem Haus eine zweistöckige Tiefgarage geplant ist, erhält des Medizinische Zentrum (5500 Quadratmeter Nutzfläche) vor dem Eingang eine eigene Vorfahrt für Taxen. Krankenwagen oder private PKW. Die etwa 20 Ärzte sowie 80 Pflegekräfte sollen alle mehrsprachig agieren können.

Krankenhaus-Betten werden in der Klinik nicht stehen. Stattdessen mietet die Betreibergesellschaft zunächst 50 vollmöblierte Service-Apartments in einem direkt angrenzenden Neubau dauerhaft an - für die Patienten und deren Angehörige, welche damit kurze Wege zu Kultur und Einkaufen in der City erhalten. Für stationäre Betreuungen sind Kooperationen - etwa mit dem Klinikum St. Georg - geplant, erläutert Zochert. Fast die Hälfte des künftigen Glasaufbaus über der Hauptpost (die LVZ berichtete gestern) stehe als Fachtagungszentrum für Ärzte sowie medizinische Vorträge zur Verfügung. Der Teil daneben bekomme Gastronomie, beides mit freiem Blick über den Augustusplatz.

Der Hof dazwischen werde zur Erholung und Genesung gestaltet - mit Wasserflächen, Grün und Bänken auf verschiedenen Ebenen. Parallel zur Klinik entsteht noch ein kleiner, ambulanter Reha-Bereich (650 Quadratmeter), damit die ausländischen Gäste bald wieder fit für die Heimreise sind. Zudem noch ein Prophylaxe-Zentrum, in dem sich privat und gesetzlich Versicherte an einem Ort komplett gesundheitlich durchchecken lassen können. An der Betreibergesellschaft des Klinikums beteiligen sich Ärzte, medizinische Dienstleister und KSW. Zochert ist vom Erfolg des Projekts überzeugt: "Leipzig hat eine große Tradition mit ausländischen Patienten. Schon der russische Zar ließ sich einst hier kurieren. Daran knüpfen wir nun wieder an."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2014

Jens Rometsch

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