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Lokales Ein Aus und ein Neuanfang - Altenheim in der Waldstraße soll schließen
Leipzig Lokales Ein Aus und ein Neuanfang - Altenheim in der Waldstraße soll schließen
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16:38 06.09.2011
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Leipzig

"Wir werden keine hundert Meter weiter eine neue Einrichtung bauen." Und nicht nur das.

Auf dem "nach langer Suche" gefundenem, 36800 Quadratmeter großen Grundstück in der Goyastraße 4, einst Wirkungsstätte der Stadtreinigung, sollen neben dem Altenpflegeheim auch eine Kindertagesstätte und altersgerechte Wohnmöglichkeiten entstehen.

"Drei Geschichten, für die in der Stadt einfach der Bedarf da ist", weiß Hake. Und, dass auf dem erworbenen Areal Platz für noch mehr sein wird. "Es gibt derzeit jedoch Planungen, nach denen der Elstermühlgraben das Grundstück kreuzen soll. Also warten wir erst einmal ab und überlegen dann mit dem Stadtplanungsamt zusammen, was auf der verbleibenden Fläche machbar ist", so Hake. Alles in allem sei eine Investitionssumme von rund 15 Millionen Euro für das Großvorhaben veranschlagt, das sich vom Konzept her an die generationsübergreifende Anlage des gleichen Trägers in Dölitz anlehnt. Baubeginn soll kommendes Jahr sein.

Laut Hake wird das neue Pflegeheim 120 Plätze und einen Bereich für die Schwerstpflege vorhalten, die Kita 150 Plätze - darunter 50 für Krippenkinder. "Wobei wir, ähnlich wie in Dölitz, die Kita nicht selbst betreiben werden. Wir werden, was dies betrifft, Investor und Vermieter sein, der sich eine inhaltliche Kooperation wünscht", formuliert Hake den Anspruch. Beim geplanten Altersgerechten Wohnen im Areal würden so 50 Plätze angepeilt. Auf alle Fälle sollen die Quartiere samt und sonders barrierefrei werden.

Während die künftigen Bewohner im Gelände Goyastraße 4 die Nähe zu Stadt, städtischem Grün und Arena vielleicht mögen werden, möchte Hake die gegenwärtige Viertel-Bevölkerung vorab unbedingt zum Thema Parken informieren. "Da ein Teil unseres neuen Baugeländes derzeit der Arena-Betreiber noch dringend als Ausweichparkplatz bei ganz großen Konzerten benötigt, soll gesagt sein, dass das vorerst auch noch so bleiben kann und Anwohner bei solch Events nicht parkplatzmäßig den Ausnahmezustand in ihren Seitenstraße befürchten müssen. Die Arena-Leute haben also auch noch Zeit, eine Ersatzlösung zu finden."

Was das derzeitige Altenheim in der Waldstraße betrifft, ein um 1900 erbautes und 1990 modernisiertes Haus, so weise es mittlerweile einen unverhältnismäßig hohen Sanierungsbedarf auf, um auch künftig den Anforderungen an eine Beherbergungsstätte für betagte, pflegebedürftige Menschen zu entsprechen, erklärt Hake.

"Wir werden es dann in drei Jahren nach dem Aus- und Umzug der jetzigen Bewohner in den Neubau anderweitig nutzen. Wie, wissen wir aber jetzt noch nicht", so der Leipziger SAH-Chef. "Die heutigen Bewohner können in drei Jahren selbstverständlich in den ja sehr nahe gelegenen modernen Neubau umziehen oder vielleicht, wenn sie es denn wollen, in ein anderes städtisches Altenpflegeheim. Ein Prozess, den wir behutsam und individuell gestalten werden", deutet Hake an.

Die städtische SAH hat insgesamt neun Altenpflegeheime im Stadtgebiet unter ihren Fittichen. Hinzu kommen Angebote für die Ambulante Versorgung, Tagespflege, Ergotherapie und Altersgerechtes Wohnen.

Angelika Raulien

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