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Lokales Ein Campus mit Oberschule, Gymnasium und Stadtteilbibliothek für den Leipziger Osten
Leipzig Lokales Ein Campus mit Oberschule, Gymnasium und Stadtteilbibliothek für den Leipziger Osten
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19:53 04.08.2016
Das Siegerteam: Ralph Hengst, Norbert Zimmermann und Robert Storch (von links) vom RBZ Dresden sowie Storch Landschaftsarchitektur Dresden. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Die ehemalige, marode Hermann-Liebmann-Schule in der Ihmelsstraße gammelt vor sich hin: Spätestens Ende 2017 soll sich das aber ändern. Dann wird sie – als erster Schritt des künftigen Campus zwischen Ihmelsstraße, Wurzner Straße und Krönerstraße – als Oberschule saniert.

Wie das Areal der Quartiersschule, die später um ein Gymnasium ergänzt wird, einmal aussehen soll, wurde jetzt in einem städtebaulichen Wettbewerb ermittelt. Den haben die Architekten von der Dresdener Generalplanungsgesellschaft RBZ und des Dresdener Büros Storch Landschaftsarchitektur gewonnen. Ihr Entwurf und die anderen Wettbewerbsbeiträge sind bis 26. August im vierten Obergeschoss des Neuen Rathauses neben dem Stadtmodell in einer Ausstellung zu sehen.

Der neue Campus besteht aus einer Oberschule sowie einem Gymnasium für jeweils vier Parallelklassen pro Jahrgangsstufe mit einem gemeinsamen Schulhof. Geplant ist eine auch Vereinen offen stehende Dreifeldsporthalle, die als zweistöckiger Neubau entsteht. Darüber hinaus gibt es Schulmensa und Aula sowie einen Neubau, in dem künftig die Stadtteilbibliothek beheimatet sein soll. „Wir haben uns für eine pavillonartige Bebauung entschieden, die aus einzelnen Solitären besteht“, erklärt Architekt Norbert Zimmermann.

Kern bleibt das Gebäude der ehemaligen Schule, das um Neubauten ergänzt wird. Der reaktivierte Schulstandort soll in den Stadtteil hinein ausstrahlen und auch für nichtschulische Aktivitäten Raum bieten. „Mit dem Campus Ihmelsstraße wird ein wichtiger Impuls für die Bildungslandschaft im Leipziger Osten gegeben“, freut sich Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Die Quartiersschule gilt gar als ein Leitprojekt des Stadtteilentwicklungskonzeptes Leipziger Osten. Das ist jener Teil Leipzigs mit den perspektivisch höchsten Einwohnerzuwächsen. Derzeit aber auch jener mit der höchsten Schulabbrecherquote sowie den geringsten Bildungsempfehlungen Richtung Gymnasium. Deshalb wird gegengesteuert. „Wir brauchen schnell zusätzliche Unterrichtsräume, besonders für Oberschulen. Das darf uns aber nicht daran hindern, Schulbauten so zu entwickeln, dass sie aktuellen pädagogischen Erfordernissen entsprechen“, lobt Fabian das Projekt. Und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) hebt hervor, wie vorbildlich der Siegerentwurf den denkmalgeschützten Baukörper der alten Schule in das neue Ensemble einfügt. Gelungen seien auch die Übergänge und Anknüpfungsmöglichkeiten an die benachbarte Kleingartenlandschaft und den Parkbogen Ost. Billig wird der Campus allerdings nicht. Für den ersten Bauabschnitt, die Oberschule samt Erweiterungsbau und die Dreifeldsporthalle, sind nahezu 18 Millionen Euro veranschlagt.

98 Garagen müssen weg

Nicht alle sind mit der Variante, die nach Debatte im Stadtrat in einen Baubeschluss münden soll, einverstanden. Für die Sporthalle müssen 98 privat genutzte Garagen weichen, was die Nutzergemeinschaft gar nicht versteht. Sie möchte daher die Turnhalle direkt an die Wurzner Straße umsiedeln. „Jedes Grundstück, das wir kaufen müssen, kostet zusätzliches Geld. Deshalb greifen wir auf eigene zurück“, so Dubrau. Den Garagenbesitzern verspricht sie aber, dass es eine Entschädigung geben wird. Der Wertstoffhof solle ebenfalls verlegt werden, heißt es. Dubrau: „Unsere Pflicht ist es, die Bildung für unsere Kinder zu sichern.“

Von Mathias Orbeck

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