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Lokales „Ein Hammer-Erlebnis“ – drei Tage ideale Bedingungen bei der Balloon Fiesta
Leipzig Lokales „Ein Hammer-Erlebnis“ – drei Tage ideale Bedingungen bei der Balloon Fiesta
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23:21 01.08.2010
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Leipzig

Mehr als 100.000 Besucher kamen an den Silbersee nach Lößnig. Sechsmal konnten die 50 Ballone aus fünf Ländern bei klarer Luft und ungewöhnlich weiter Sicht in den Himmel steigen und majestätisch dahin schweben. Bei wenig Wind wurden sie in Richtung Taucha oder Naunhof getrieben. Rund 150 zahlende Passagiere nutzten die Gelegenheit zur Mitfahrt.

Zu den Neulingen am Ballonfahrerhimmel gehörte Prinzen-Frontmann Sebastian Krumbiegel. Er bestieg den Porta-Ballon mit Pilot Frank Niestroj aus dem Münsterland. An seiner Seite: Drei Mädchen, die an Krebs erkrankt waren und ihre Therapie hinter sich haben. „Ich bin freudig erregt und gespannt. Das wird ein Hammer-Erlebnis für die Kids und für mich auch“, sagte der Sänger. Als die zwölfjährige Michéle erzählte, dass sie in der Schule mitunter wegen ihrer Krankheit ausgegrenzt wird, machte er ihr Mut: „Jetzt kannst du ja vom Ballonfahren erzählen. Das ist ein Privileg, das dürfen nicht viele.“

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Dieses Privileg genossen auch Daniela und Thomas Dämmig aus Chemnitz. Sie fuhren in einem der größten Ballone des Treffens mit, im 6000 Kubikmeter umfassenden Heißluftballon der Papier-Union. Vor dem Start hieß es für das Paar, beim Aufbauen mit anzupacken – und nach der Landung beim Zusammenlegen der spezialbeschichteten Nylonhülle erneut. „Super, einwandfrei, ich würd’s wieder machen“, strahlte Daniela Dämmig nach dem sanften Aufsetzen bei Gerichshain. Dafür sorgte Pilot Hans-Joachim Häuser aus Köln, einer der erfahrensten Piloten der Fiesta: Er hat in 18 Jahren über 2400 Fahrten absolviert, richtet mit seiner Firma selbst Ballonfahrertreffen aus. „Das ist eine wunderbare Veranstaltung hier in Leipzig. Die Saxonia gehört zu den drei größten Veranstaltungen in Deutschland“, schätzte er ein.

Bei einem Aufstieg auf 55 Meter Fußhöhe im Miniballon beließen es Lydia, Margarita und Olga. „Es wäre ein großer, großer Traum von uns, mal eine richtige Fahrt zu machen“, schwärmten die drei Deutschen mit Herkunft aus Russland, der Ukraine und Kirgistan. Aber um die 180 Euro pro Person seien einfach zu teuer.

Neu auf der diesjährigen Veranstaltung war der begehbare Ballon. Ein abgeschriebenes Modell, das Schaulustige aus nächster Nähe betrachten und den dünnen, leichten Soff auch mal anfassen durften – normalerweise ist das nicht möglich, die Zuschauer müssen hinter der Absperrung bleiben.

Abgesagt wurde kurz vor der Fiesta aus Sicherheitsgründen das Kartfahren mit Marvin Kirchhöfer im Rahmenprogramm.

Kerstin Decker

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