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"Ein Jahr der Dynamik": Deutsch-polnische Konferenz beschäftigt sich mit der Wendezeit

"Ein Jahr der Dynamik": Deutsch-polnische Konferenz beschäftigt sich mit der Wendezeit

"25 Jahre freie Wahlen in Polen und die Friedliche Revolution in der DDR - Was können wir für Gegenwart und Zukunft lernen?" Mit diesem Thema beschäftigt sich seit Montag eine zweitägige deutsch-polnische Konferenz in Leipzig.

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An die Demonstration vor der Kirche der Heiligen Brygida in Gdansk im Mai 1989 erinnert diese Aufnahme von Wojciech Milewski aus der Sammlung des Europäischen Solidarnosc-Zentrums Gdansk.

Quelle: Wojciech Milewski

Im Zeitgeschichtlichen Forum erinnern Zeitzeugen an die Ereignisse von 1989 und diskutieren deren aktuelle Bedeutung.

Die Idee zu einer solchen Begegnung war vor Jahresfrist von der Filiale Leipzig des Polnischen Instituts Berlin geboren worden. In Zusammenarbeit mit dem Europäisches Solidarnosc-Zentrum Gdansk (ECS), dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, dem Zeitgeschichtlichen Forum, dem Bürgerkomitee Leipzig in Verbindung mit der Kirchgemeinde St. Nikolai sowie dem Kompetenzzentrum Mittel- und Osteuropa Leipzig hat sie nun Gestalt angenommen. ECS-Direktor Basil Kerski betonte, dass mittlerweile ein Generationenwechsel stattgefunden habe. Dies sei eine Herausforderung für Wissenschaftler, Journalisten und Pädagogen, denn in den zurückliegenden Jahren hätten zwar viele gute Untersuchungen regionale Geschichte aufgearbeitet. "Darüber ging aber der internationale Blick verloren", sagte er. 1989 sei "ein Jahr der Dynamik" gewesen. Dies gelte es zu vermitteln.

Polens Botschafter Jerzy Marganski unterstrich, dass die Konferenz an all jene erinnere, die den Mut hatten, sich dem bestehenden System zu widersetzen, weil sie die Hoffnung auf eine freie Zukunft nicht aufgaben. "Der Umbruch 1989/90 hat nicht nur Polen, Deutschland und Europa, sondern auch mich verändert", sagte er. Sachsens Europa-Minister Jürgen Martens (FDP) unterstrich, dass vor 25 Jahren die Aufgabe erwuchs, "Europa gemeinsam zu bauen. In Sachsen und Polen schlägt sein Herz." Die Bedeutung persönlicher Kontakte würdige Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Unter starkem Beifall appellierte er an Botschafter Marganski, das Polnische Institut am Markt zu erhalten. Es biete vielfältige Chancen, Nachbarschaft aktiv zu leben. "Es sollte eine Lösung gefunden werden." Für Gespräche bot Jung den runden Tisch in seinem Dienstzimmer an. Auch Rainer Eckert, Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums, zeigte sich solidarisch. "Europa wächst von unten zusammen, nicht durch die Politiker in Brüssel." Dafür brauche es Institutionen wie das Polnische Institut. "Das darf nicht verloren gehen", forderte er.

Das ECS hat zum 30. Jahrestag der Solidarnosc-Gründung eine Medaille herausgegeben, mit der Ausländern, die Polen im Kampf um Freiheit und Demokratie unterstützten, gedankt wird. Zehn Persönlichkeiten, mehrheitlich aus Leipzig, wurde zum Abschluss des ersten Konferenztages diese Ehre zuteil.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2014

Cornelia Lachmann

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