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Lokales Ein Jahr nach dem Hochwasser: Leipzigs Deichsanierung noch nicht abgeschlossen
Leipzig Lokales Ein Jahr nach dem Hochwasser: Leipzigs Deichsanierung noch nicht abgeschlossen
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13:29 15.02.2012
Talsperrenchef Axel Bobbe (rechts) und Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die LINKE) bei der Deichbegehung im Januar 2011. (Archivfoto) Quelle: Christian Nitsche
Leipzig

Mit Hilfe des sogenannten „Tornado-Erlasses“ des sächsischen Umweltministers begann danach die Sanierung der Anlagen, wurden unter anderem 6500 Bäume gefällt, weil sie die Standsicherheit gefährdet hätten. Ein Jahr später ist die Sanierung allerdings noch nicht abgeschlossen.

„Die Deiche sind derzeit noch nicht in dem Zustand, in dem wir sie uns wünschen würden“, erklärte Axel Bobbe, Leiter der verantwortlichen Talsperrenverwaltung Untere Pleiße, am Mittwoch gegenüber LVZ-Online. Die Arbeiten seien durch den Winter etwas ins Stocken geraten. Das Entfernen der Wurzeln gerodeter Bäume sowie das Füllen der entstehenden Löcher in den Deichen könne in einigen Teilen sogar noch bis Ende des Jahres andauern, sagte Bobbe.

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Auch angesichts nahender Schneeschmelze im Frühjahr sei das aber kein Problem. „Es besteht keine akute Gefahr“, sagte Bobbe und schob hinterher: „Wir gehen angesichts der Schneemengen auch nicht davon aus, dass es in diesem Jahr wieder eine solche Flutwelle geben wird.“ Falls doch, so seien die problematischen Stellen am einstmals porösen Deich genug gesichert worden. „Hier muss nur noch Gras gesät werden“, sagte Bobbe.

Entspannung an der Wetterfront – Tauwetter trotzdem noch nicht in Sicht

Laut des Talsperrenchefs gebe es bisher auch noch keine Hinweise vom Deutschen Wetterdienst (DWD), dass Tauwetter und somit Hochwasserwellen aus den Gebirgen zu erwarten sind. Wie Meteorologe Peter Weber am Mittwoch erklärte, liegt der schwere Frost der vergangenen Wochen zumindest endgültig hinter uns. „Die Entspannung ist da“, sagte Weber. Auf Temperaturen bis zu zehn Grad Celsius, wie am Wochenende für das Rheinland prognostiziert, muss Sachsen allerdings noch warten. „Wir bekommen hier immer mehr kontinentale Kaltluft aus Osten, als die Kölner “, sagte Weber.

Immerhin lässt auch die Kaltluft inzwischen wieder Plusgrade auf dem Thermometer zu. Laut des DWD-Meteorologen sind in den kommenden Tagen in Leipzig tagsüber bis zu fünf Grad Celsius möglich. In der Nacht falle das Quecksilber aber weiterhin noch unter den Gefrierpunkt und entsprechend bleibe die flächendeckende Schneeschmelze noch aus.

Matthias Puppe

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