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Ein Kreuz zwischen Kalendern und Kuchen

Ein Kreuz zwischen Kalendern und Kuchen

Kurzerhand kam gestern im Café der Hauptbahnhofs-Buchhandlung Ludwig zwischen Kalendern und Kuchentheke ein Kreuz auf den Tisch, versammelten sich zig Gäste und Leipzigs Geistlichkeit von Evangelisch bis Katholisch, um in diesem Rahmen einen festlichen Geburtstags-Gottesdienst abzuhalten.

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Gemeinsam beim Gottesdienst: Pater Nikolaus Natke, Missionsleiter Frank Engelien, Pfarrer Christian Kreusel (von links).

Quelle: André Kempner

Völlig ökumenisch. Denn den Jubilar, Leipzigs Bahnhofsmission (BM), haben schließlich alle zu ihrer Sache gemacht. Wie berichtet, blickt sie in diesem Jahr - salopp gesagt - auf ihren 100-jährigen "Dienst am Gleis" oder besser "Menschlichkeit am Zug" zurück.

Schon einmal, im Frühjahr zum Auftakt der Feierlichkeiten, berichtete die LVZ darüber. Die krönende, gestrige Festveranstaltung war wiederum nun auf jenen Tag terminiert, an dem vor 20 Jahren die BM-Wiedergründung stattgefunden hatte. Immerhin hatten die Nazis sie einst verboten; die DDR ab 1956 auch. Lediglich die Sowjets ließen Leipzigs BM kurz nach 1945 mal an den Start. Mit viel Erinnerung an diese Phase saß bescheiden und still gestern eine kleine, betagte Schwester aus dem Diakonissenhaus mit im Buchladen-Café. "Ich war von 1948 bis 1951 bei der Bahnhofsmission. Vor allem so viele Flüchtlinge und Heimkehrer brauchten Hilfe", meinte Diakonisse Ruth. "Allerdings war da unser Quartier auch noch auf dem Querbahnsteig. Ach, ich wünschte mir, dass das mal wieder so wird. Heute, so abseits, so außerhalb des Bahnhofs, das ist doch nicht gut!"

Tobias Strieder, Geschäftsführer der Leipziger Caritas, unter deren Dach die BM arbeitet, sprach gestern da zumindest von "Signalen" seitens der Deutschen Bahn, im Zuge der City-Tunnel-Eröffnung die BM mal wieder in Gleisnähe, im Herzen des Bahnhofs, zu verorten. Erst mal scheint er allerdings anderweitig sorgengeplagt. Um den Erhalt des Dienstes überhaupt.

Als vor drei Jahren die große finanzielle Krise schon einmal anstand, hatten sich alle an einem Runden Tisch aufgerappelt, das Ihre zu tun. Zumindest für drei Jahre. Die Zeit ist fast um, die Geldnot wieder da. "Die Stadt hat uns bisher hauptsächlich gefördert. Hoffentlich spart sie künftig nun nicht gerade bei uns. Wir selbst haben auch Mittel reingesteckt. Die Bahn erließ uns die Raummiete, renovierte", sagte Strieder, der trotzdem fortan noch Engagement-Potenzial bei der DB sieht. "Wir übernehmen ja Dienstleitungen für deren Kunden." Übrigens gar nicht zu knapp: Allein im ersten Halbjahr 2013 halfen das Häuflein Haupt- und die vielen Ehrenamtler der BM fast 8200 Menschen auf irgend eine Art. Angelika Raulien

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.10.2013

Raulien, Angelika

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