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Ein Leipziger wagt das Abenteuer: "In 250 Tagen um die Welt"

Ein Leipziger wagt das Abenteuer: "In 250 Tagen um die Welt"

Der Abenteuerlust freien Lauf lassen, sich eine Auszeit gönnen, das Leben genießen und viele Länder und fremde Kulturen kennen lernen - davon träumt Andreas Walther aus Leipzig schon lange.

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Quelle: dpa

Jetzt im Alter von 36 Jahren und nach zehnmonatiger intensiver Vorbereitung wird der Traum Wirklichkeit - von Oktober 2011 bis Juni 2012 geht's auf Weltreise!

Aufgeregt ist Andreas Walther eigentlich nicht. Vier Tage vor dem Abflug, im Gespräch mit LVZ-Online, kann der Leipziger nur schwer realisieren, welche Abenteuer und Eindrücke ihn in den nächsten acht Monaten erwarten werden. "Wenn ich am Montag in Peru, der ersten Station meiner Weltreise, ankomme, werde ich erst einmal vier Tage lang in einem Hotel übernachten, mich sammeln und nicht nur physisch, sondern auch gedanklich ankommen - und dann kann es los gehen, raus in die Welt und Land und Leute entdecken", so Andreas beim Gedanken an seinen baldigen Start.

Der richtige Zeitpunkt (?)

Er hat sich lange auf dieses Abenteuer vorbereitet und nun ist er seit dem 2. Oktober auf Weltreise: Andreas Walther - 36 Jahre alt, geboren in Halle, wohnhaft in Leipzig, seit acht Jahren dort in der IT-Branche als Berater und Entwickler tätig. Es ist fraglich, ob es für dieses Abenteuer den richtigen Zeitpunkt gibt, aber bei Andreas scheint dieser tatsächlich "günstig" zu sein: Nach mehreren Jahren in Beziehung ist er zur Zeit Single, hat keine Kinder und ein festes Einkommen. "Diese Punkte sind natürlich nicht Pflicht, um so eine Reise anzutreten, aber Sie vereinfachen und erleichtern natürlich die Realisierung dieses Vorhabens", erklärt Andreas. 

'Aber was ist mit dem Job?' - werden sich viele Menschen bei dem Gedanken an solch einen Trip um die Welt fragen. "Die Entscheidung, eine Weltreise zu machen, hatte ich schon vor längerer Zeit getroffen - und das auch zunächst ohne dabei an den Job zu denken", so Andreas. "Aber natürlich spielt dieser Punkt eine essenzielle Rolle bei der tatsächlichen Umsetzung der Reise. In meiner Berufsbranche habe ich das Glück schnell immer wieder Fuß zu fassen und daher hat mich der Gedanke an eine Auszeit in dieser Hinsicht nicht allzu sehr geängstigt. Nun habe ich sogar das Glück einen Arbeitgeber zu haben, der mich bei diesem Vorhaben unterstützt." Andreas Walther wird demnach für die Reisezeit unbezahlten Urlaub nehmen und nach acht Monaten wieder in seinen alten Job zurückkehren können.

Neben seiner Arbeit wird er im Übrigen auch seine Wohnung nicht aufgeben müssen - unter anderem auch Dank seines Vermieters, der ihm hier finanziell entgegen kommen wird. "Es ist schon schön zu wissen, dass das eigene Bett in seiner eigenen Wohnung auf einen wartet, wenn man zurückkehrt", erläutert der Weltreisende schmunzelnd.

Die Motivation

Doch was genau treibt einen dazu an, auf Weltreise zu gehen? Reicht der Jahresurlaub nicht aus? "In der Mitte meines Lebens - ich hoffe natürlich, ich werde über hundert Jahre alt - möchte ich mir einfach eine ganz besondere Auszeit gönnen und damit das Leben genießen, viele neue Länder und fremde Kulturen kennenlernen, Sprachkenntnisse erweitern und nicht zu vergessen - abschalten und ausspannen", so Andreas über seine Motivationsgründe. "Ich freue mich darüber, etwas völlig Neues - ein Abenteuer - zu erleben und auch einmal Zeit zu haben für die Urlaubsziele, mehr ins Detail gehen zu können, ohne dabei jedes Detail zu planen oder irgendeiner Reisegruppe in Zeitnot hinterherzulaufen." Dabei bedauert Andreas Walther schon jetzt, dass auch diese Reise endlich ist und es in 250 Tagen natürlich nicht möglich sein wird, alles von der Welt zu sehen. Daher hat sich der 36-Jährige schon im Vorhinein viele Gedanken darüber gemacht, wie seine Reiseroute aussehen soll.

Eine eher "exotische" Weltreise

Mit einem "Round-The-World-Ticket" wird Andreas Walther in 250 Tagen um die Welt reisen - längere Strecken fliegen und kürzere Wege mit Bus und Bahn sowie zu Fuß zurücklegen. Er hat sich mit dem Flugticket bereits einen groben Zeitplan gesetzt und seinen Trip in Etappen unterteilt:

Im ersten Monat möchte er

Peru

erkunden, weiter geht es für 2-3 Wochen nach

Bolivien

, dann nach

Chile

mit einem kurzen Abstecher nach

Argentinien

. Weihnachten verbringt der 36-Jährige auf den

Osterinseln

, Silvester wird er voraussichtlich in

Hongkong

erleben. Im Jahr 2012 reist Andreas weiter nach Südostasien, genauer nach

Singapur

,

Thailand

und

Kambodscha

. Seinen Geburtstag im April wird er dann schon in

Indien

feiern, den Abschluss seiner Weltreise bildet der Nahe Osten mit

Jordanien

und, wenn es die politische Lage zulässt, auch

Syrien

.

"Ich habe mir für meine Weltumrundung eine eher 'exotische' Route ausgesucht" erklärt Andreas. "Das Interesse an diesen Ländern hat bei mir sicherlich auch familiäre Gründe. Mein Vater arbeitete früher in Jemen und ich habe dort als Kind für drei Jahre gelebt. Natürlich reizt mich aber auch einfach das komplett Neue, Andere, Fremde. Ich habe viele Reiseberichte im Fernsehen gesehen, viel gelesen - immer wieder kamen Orte in meiner Planung hinzu, einige Länder habe ich wieder gestrichen - am Ende ergab sich dann diese Route. Aber es wird und soll sich auch vieles spontan entscheiden."

Am meisten erhofft sich Andreas von seiner Reise mehr über die fremden Kulturen und Lebensweisen zu erfahren, diese mehr schätzen zu lernen und damit auch weltoffener und toleranter zu werden. Er wünscht sich für seine Reise vor allem Gesundheit und natürlich, dass er sicher durch die Länder reisen kann. Dank der guten Vorbereitung mit Impfungen und Reiseapotheke sowie Informationen zum Thema "Sicherheit" (Welche Orte sollte man wann meiden, wie verstaue ich mein Hab und Gut, bin ich im Falle eines Diebstahls vorbereitet?) soll dies aber nicht zum Problem werden.

LVZ-Online freut sich auf die kommende Zeit mit Andreas und seinen 250 Tagen Weltreise und wird über die neuesten Abenteuer und die spannendsten Momente in Kürze berichten!

Cornelia Haugk

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