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Lokales Ein Pulver für Wissens-Durstige: Neuronade verspricht Frische im Kopf
Leipzig Lokales Ein Pulver für Wissens-Durstige: Neuronade verspricht Frische im Kopf
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20:19 07.01.2016
Christofer Volke (links) und Florian Mack trinken ihr eigenes Produkt täglich und bieten dafür auch eine bruchsichere Glasflasche an.  Quelle: Foto: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 
 

Mit dem richtigen Powerdrink schafft man alles. Den Beweis dafür liefern Florian Mack (25) und Christofer Volke (25). Die beiden Leipziger sind im Hauptberuf Studenten, haben sich beim Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Leipzig kennengelernt. Parallel zu Vorlesungen und Seminaren gingen sie im April 2013 schon mit einer eigenen Firma an den Start. Sie haben Neuronade erfunden – eine Limonade, die die Konzentration verbessern und die Müdigkeit verringern will. Und natürlich sind die jungen Männer seit Anfang an selbst tägliche Konsumenten ihres eigenen Getränks.

Im Studium hatten Mack und Volke Leistungsdruck, Prüfungsstress, Studienabbrecher erlebt und sahen: „Alle um uns herum tranken in der Prüfungszeit Aufputschmittel.“ Wenn schon ein Fitnessverstärker für den Kopf gebraucht wird, soll es wenigstens ein gesunder sein – so gingen sie damals an die Sache heran. Zwei Jahre lang tüftelten die beiden, zunächst mit exotischen Pflanzen auf der Fensterbank, die aber in Mitteleuropa schwierig zu halten waren. Später mit Pflanzenextrakten. Sie zogen professionelle Lebensmitteltechniker zu Rate, die bei der Abmischung halfen.

Herausgekommen ist ein rotes Pulver, das in kleinen Tütchen geliefert und mit Wasser oder Saft angerührt wird. Der „think drink“ enthält Extrakte von insgesamt 13 Pflanzen mit belebender Wirkung: Brahmi aus Indien, Rosenwurz aus Skandinavien, Aronia aus Deutschland oder Grüntee und Gingko aus Fernost. Im Gegensatz zu anderen Energydrinks stecken in Neuronade weder Koffein noch Zucker. Hergestellt wird das vegane Produkt in Nordrhein-Westfalen.

„Das erste Jahr war sehr arbeitsintensiv. Wir mussten viel Kraft reinstecken, um überhaupt wahrgenommen zu werden“, erzählt Chris Volke. 2014 wurden die Medien dann bundesweit aufmerksam, erschienen Berichte und Tests in überregionalen Zeitungen, Onlineportalen und TV-Magazinen. Dadurch wurde die Nachfrage angekurbelt. „Daraufhin haben wir die Logistik ausgelagert, das heißt, wir verschicken nicht mehr selbst. Und wir haben unsere IT-Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht“, so Volke. Aus der Zwei-Mann-Firma ist ein Team mit sieben Leuten geworden. Zweieinhalb Jahre nach dem Verkauf des ersten Tütchens Brausepulver machen die beiden Gründer heute sechsstellige Umsätze. Sie steuern auf die Zahl von einer halben Million verkaufter Getränke zu. Neuronade wird über einen Onlineshop vertrieben und für Kunden, die nicht im Internet kaufen, auch in 500 Apotheken deutschlandweit.

Um die Erstproduktion finanzieren zu können, haben sie rund 20 000 Euro Eigenkapital investiert. „Wir sind klein gestartet, ohne Bankkredite und Fördermittel, und haben immer alles gleich wieder in die Firma gesteckt“, erzählt Volke. Als Studenten seien sie genügsam, zahlen sich bisher kein Gehalt. In einem halben Jahr wird Chris Volke seinen zweiten Bachelor haben und Florian Mack seinen Master, den er gerade in den Niederlanden macht. Aktuell sehe es ganz gut aus, dass ihre Firma tragfähig ist, um ein bleibendes Unternehmen zu werden. Als Ziel für die nächsten Jahre wollen Mack und Volke ein stabiles Wachstum erreichen, Neuronade im Handel platzieren und deutschlandweit bekannt machen. Am Produkt müssen sie nicht mehr viel verändern, abgesehen von zusätzlichen Darreichungsformen und vom Ausbau des Vertriebs.

Zusammen mit einem Neurowissenschaftler wollen die beiden daher in Zukunft weitere neue Produkte aus dem Bereich „functional food“ entwickeln und auf den Markt bringen. Denn: Mit dem richtigen Powerdrink schafft man alles.

www.neuronade.com

Von Kerstin Decker

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