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Lokales Ein Raunen unter Tage: US-Delegation besichtigt Leipziger City-Tunnel zum Erfahrungsaustausch
Leipzig Lokales Ein Raunen unter Tage: US-Delegation besichtigt Leipziger City-Tunnel zum Erfahrungsaustausch
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23:21 26.09.2012
Eine US-amerikanische Delegation hat am Mittwoch (26. September 2012) den Leipziger City-Tunnel besichtigt. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Die Gäste kamen auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftungnach Leipzig. "Die Politiker aus Amerika interessiert, wie die Deutschen mit Problemen umgehen, die bei solchen großen Projekten auftreten", sagte Claus Gramckow, Repräsentant der Stiftung in den USA. "Dabei geht es nicht nur um Infrastruktur-Projekte, sondern auch um die Bereiche Bildung, Energie und Gesundheit." Am Vortag war die Delegation in Dresden, am Donnerstag macht sie in Berlin Station.

Leipzig. Um die baulichen Voraussetzungen für den Betrieb des Leipziger City-Tunnels zu schaffen, wird die Bahnstrecke zwischen Leipzig-Engelsdorf und Gaschwitz vom 24. November an voll gesperrt. Darauf wies am Freitag die Deutsche Bahn in einer Mitteilung hin. Die Vollsperrung wird demnach bis Dezember 2013 andauern. Die Planer leiten den Bahnverkehr bis dahin über Markkleeberg-Mitte und Plagwitz um.

In Leipzig begann die Stippvisite in der Info-Box zum City-Tunnel in der Richard-Wagner-Straße. Dort hob Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FPD) hervor, dass es beim Leipziger Projekt darauf ankam, die historische City zu unterqueren - und dabei die Schäden durch Setzungen und Erschütterungen auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Raunen ging durch die Zuhörer, als Morlok die Bausumme von 960 Millionen Euro nannte. Gefragt wurde unter anderem, ob Leipzig auch ähnlich große Anstrengungen unternehme, um günstige Bedingungen für den Autoverkehr zu schaffen. "Das ist in der Innenstadt nicht geplant", erklärte Tunnel-Projektsteuerer Andreas Irngartinger.

Im Tunnel bekamen die Gäste anschließend zu sehen, dass inzwischen überall die Rolltreppen eingebaut sind. "Auch die Bodenbeläge der Stationen sind jetzt fast fertig", erläuterte Irngartinger. Parallel würden die Elektroinstallationen und die bahntechnischen Anlagen komplettiert. Als nächster Schritt stehe die Anpassung der Elektroanlagen bevor.

Timothy P. Murray, Vize-Gouverneur des Bundesstaates Massachusetts erklärte, auch in den USA spiele die Eisenbahn eine immer größere Rolle. "Das Leipziger Tunnel-Projekt ist super", sagte er. "Es ist faszinierend zu sehen, wie sich Dresden und Leipzig seit der Wiedervereinigung entwickelt haben."

Nach der Tunnel-Besichtigung gingen die Gäste zum Mittagessen in Auerbachs Keller. Anschließend standen der Airport Leipzig-Halle und das Leipziger Neuseenland auf dem Besuchsprogramm.

Andreas Tappert

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