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Leipzig Lokales Ein digitales Stadtmodell wirbt für Leipzig
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18:50 17.04.2018
Ein besonderer Tisch: Jörg Zeißig, Michael Körner und Burkhard Jung (von links) stellen das neu entwickelte digitale Stadtmodell vor. Quelle: André Kempner
Leipzig.

 Der Planungstisch mit Linien und Farben wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Doch wer ein Tablet auf die speziell strukturierte Oberfläche hält, kann Leipzig bei einem virtuellen Spaziergang erkunden. Jenes digitale Stadtmodell war bereits auf der Immobilienmesse MIPIM im französischen Cannes der Hingucker (die LVZ berichtete). Am Dienstag wurde die Neuentwicklung der Invest Region Leipzig GmbH im Ratsplenarsaal des Neuen Rathauses vorgestellt. „Mit diesem digitalen Stadtmodell gehen wir auf Reisen, um die Stadt Leipzig auf Messen, Veranstaltungen und Auslandspräsentationen vorzustellen“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Ziel ist es, potentielle Investoren zu interessieren. Deshalb hat auch die Invest Region Leipzig (IRL) GmbH, die für die Akquisition von Unternehmen sowie die Gewinnung von Fachkräften für die Region Leipzig zuständig ist, die Hand drauf. IRL ist eine Gesellschaft der Stadt Leipzig, der Industrie- und Handelskammer sowie der Landkreise Nordsachsen und Leipzig.

„In Kombination mit dem Tisch“, erklärt Geschäftsführer Michael Körner, „können wir über einen Laptop viele Details aus der Stadt Leipzig sichtbar machen sowie die Standortvorteile in alle Welt vermitteln.“ Sichtbar wird beispielsweise der Flughafen mit allen Gebäuden, die Infrastruktur und die Gewerbeflächen. Ganz viele Häuser – ob Gewerbeimmobilie oder Gewandhaus – sind auch von innen zu besichtigen. Und im Gewandhaus ist dann sogar das berühmte Orchester zu hören.

Netzwerk hat Modell entwickelt

„Was mich besonders stolz macht: Die Technik ist in Leipzig entwickelt worden“, sagt Jung. Umgesetzt wurde das Projekt durch ein Netzwerk Leipziger Unternehmen, aber auch durch die Unterstützung der DREFA Media Holding GmbH und der Media City Atelier (MCA) GmbH. Das Amt für Geoinformation und Bodenordnung stellte die Daten des 3D-Stadtmodells zur Verfügung. „Als Team Leipzig haben wir deutlich gemacht, dass die positive Entwicklung der Region viele Beteiligte hat. Und auf dieses vereinte Netzwerk können auch Investoren in der Region bauen“, so Körner.

Statt große Messestände zu buchen, könne Leipzig nun auf relativ kleinem Raum viele Inhalte vermitteln. „Leipzig hat nicht nur Geschichten zu erzählen, sondern auch Firmen, die das technisch umsetzen“, erklärt Jörg Zeißig, MCA-Geschäftsführer. Im Studio LEAVR Lab auf dem Media-City-Gelände an der Altenburger Straße wird die Neuentwicklung zu besichtigen sein. Vorausgesetzt, sie ist nicht gerade auf Messen für Leipzig unterwegs.

Firmen können sich anschließen

Das Modell (Kosten: etwa 11 000 Euro) ist durch Applikationen nahezu beliebig erweiterbar. „Ich könnte mir vorstellen, es für Szenarien der Verkehrsplanung zu nutzen“, so Jung. Interessant sei der „Planungstisch“ ebenfalls für Firmen. Dabei denkt die Stadt an Immobilienentwickler sowie -vermarkter, aber auch private Eigentümer und Dienstleister der Immobilienbranche wie Architekturbüros. Selbst für RB Leipzig, die virtuell ihr künftiges Stadion vorstellen könnten, sei das digitale Modell interessant. Auch die Stadtwerke nutzen es, um ihren Kunden technologisch anspruchsvoll ihre Leistungsfähigkeit und Netze vorzustellen.

Von Mathias Orbeck

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