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Lokales Einbahnstraßenregelung in Engelsdorf-Sommerfeld außer Kraft gesetzt
Leipzig Lokales Einbahnstraßenregelung in Engelsdorf-Sommerfeld außer Kraft gesetzt
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00:26 07.06.2015
Außer Kraft gesetzt: die Einbahnstraßenregelung am Arnoldplatz in Engelsdorf-Sommerfeld. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Aufregung rund um den Sommerfelder Arnoldplatz: Seit Jahrzehnten funktionierte in der Tempo-30-Zone eine Einbahnstraßenregelung. Quasi über Nacht hat nun die Straßenverkehrsbehörde den Einbahnstraßenmodus aufgehoben, ohne Ortschaftsrat und Anwohner vorab zu informieren.

„Warum wird eine Sache, die sich gut 25 Jahre lang bewährt hat, die Fußgängern, Rad- und Autofahrern Sicherheit im Straßenverkehr garantierte, ohne ersichtlichen Grund einfach über den Haufen geworfen?", empört sich Johannes Ulbricht, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Engelsdorf-Sommerfeld-Hirschfeld. Jetzt sei es vor allem für ältere Menschen und Gehbehinderte äußerst problematisch, wenn sie auf dem Weg zur Sommerfelder Kirche die Straße überqueren wollten.

Das sieht auch die Engelsdorfer Ortsvorsteherin Annemarie Opitz (Bürgerinitiative pro Engelsdorf) so. „Hinzu kommt, dass Fahrzeuge in der schmalen Straße kaum aneinander vorbeikommen, wenn parkende Autos die Fahrbahnbreite gefährlich minimieren", sagt sie. Opitz hat unterdessen – im Auftrag des Ortschaftsrates – beim Leiter des kommunalen Verkehrs- und Tiefbauamtes Beschwerde gegen die willkürliche Maßnahme eingelegt.

In Tempo-30-Zonen seien Einbahnstraßen nicht notwendig, erhielt die Ortschefin zur Antwort. „Die Gewährleistung des Begegnungsfalls für große Fahrzeuge wirkt der gewünschten Geschwindigkeitsreduzierung entgegen, und beengte Fahrbahnverhältnisse sind durchaus gewollt", heißt es in einem Schreiben von Amtsleiter Michael Jana. Die neue Verkehrsregelung sei nicht bürgerverachtend, vielmehr diene sie der weiteren Verkehrsberuhigung im Sinne der Anwohner, findet Jana.

„Und genau dies ist nicht der Fall, wie uns die Bürger mitteilen", kontert Ortsvorsteherin Opitz. Sie hat jetzt die Zusage, dass Vertreter des Ortschaftsrates und der Kirchgemeinde mit dem Leiter der städtischen Straßenverkehrsbehörde Anfang Juli bei einem Lokaltermin über die neue Situation am Arnoldplatz beraten.

Günther Gießler

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