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Lokales Eine Geschichte, zwei Bilder: Uni Leipzig zeigt Kunstwerke von Tübke und Minkewitz
Leipzig Lokales Eine Geschichte, zwei Bilder: Uni Leipzig zeigt Kunstwerke von Tübke und Minkewitz
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15:46 30.03.2015
Werner Tübkes DDR-Auftragswerk „Intelligenz und Arbeiterklasse“ (oben) und Reinhard Minkewitz’ Gegenentwurf „Aufrecht stehen“ im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig. Quelle: dpa
Leipzig

Am Montag wurde die Dauerausstellung im Hörsaalgebäude eröffnet.

Mit der Präsentation des Minkewitz-Bildes erfüllt die Hochschule den letzten großen Wunsch des Schriftstellers Erich Loest (1926-2013). Dieser hatte das Werk in Auftrag gegeben - als gemalte Gegenrede zu Tübkes Bild, das vielfach als DDR-Staatspropaganda angesehen wird. „Beide Bilder haben viel miteinander zu tun“, sagte Rektorin Beate Schücking.

Gegensätze auf 14 Metern Länge

Tübkes 3,20 Meter mal 14 Meter großes Wandbild entstand von 1970 bis 1973. „Es geht von der Programmatik her darum, darzustellen, dass Arbeiterklasse und Intelligenz die wichtigsten Kräfte des Fortschritts sind - mit der Partei an der Spitze“, erläuterte Prof. Frank Zöllner, Direktor des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig.

Bis zum Abriss des Uni-Hauptgebäudes 2006 hing das Gemälde im Foyer des Rektorats, seitdem war es im Depot des Leipziger Bildermuseums eingelagert. Das ebenfalls großformatige Werk von Minkewitz zeigt Professoren und Studenten, die in den Anfangsjahren der DDR mit der Staatsführung in Konflikt gerieten - und dies mit langen Haftstrafen oder gar ihrem Leben bezahlten. „Aufrecht stehen“ wurde der Universität von der Stiftung Friedliche Revolution für zehn Jahre als Dauerleihgabe überlassen.

Quelle: dpa

Langer Streit zwischen Loest und der Uni

Der Autor und Leipziger Ehrenbürger Loest, der selbst in Bautzen inhaftiert war, hat lange für den Minkewitz gekämpft. Es gab quälend lange Diskussionen mit der Hochschulleitung über den Inhalt des Werkes und den Ort der Präsentation. Jetzt sagte Rektorin Schücking, sie sei sehr froh, dass es nicht nur den Tübke, sondern auch den Minkewitz gibt. So ergebe sich „ein abgerundetes Bild“.

LVZ

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