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Lokales Eine "Schatzkiste" wird nach und nach gefüllt - Kita Kregelstraße vor der Eröffnung
Leipzig Lokales Eine "Schatzkiste" wird nach und nach gefüllt - Kita Kregelstraße vor der Eröffnung
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23:59 13.02.2015
Baustelle der neuen Kita Schatzkiste in der Kregelstraße in Leipzig. Innen laufen die Vorbereitungen zur Kita-Einweihung auf Hochtouren. Peter Böhmer und Ulla Raecke räumen die Schatzkiste ein. Quelle: André Kempner

Ab Montag geht zunächst die stundenweise Eingewöhnung für die ersten Sprösslinge in der neuen Kindertagesstätte "Schatzkiste" in der Kregelstraße 41a los, die am 19. März offiziell eröffnet wird.

Die letzten Tage und Wochen haben Handwerksfirmen und Erzieher gewirbelt, um die Räume für künftig 199 Krippen- sowie Kita-Kinder einzurichten. Dabei ist allerdings der Zeitplan durcheinander geraten, nach einem Bauverzug - weil im Inneren nicht alles fertig war - öffnet die "Schatzkiste" zwei Wochen später. Wie berichtet, hat das einige Eltern vor Probleme gestellt. Träger ist der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe, der in Stötteritz ein neues Konzept einer Komplex-Kita mit gesunden und teilweise schwerstbehinderten Kindern erproben will.

"Ich fühle mich angekommen, wie zu Hause", sagt Ulla Raecke, die die Einrichtung leitet. Hinter (und auch ein wenig vor) der gestandenen Erzieherin mit ihrem Team liegt eine ungeheuere Logistik, um die Kita quasi zum Laufen zu bringen. Betriebsleiter Peter Böhmer, der Chef der städtischen Behindertenhilfe, hat viel Wert darauf gelegt, die "Schatzkiste" funktional, aber auch behaglich herzurichten. "Schließlich wollen wir ja auch dann, wenn es genügend Kita-Plätze gibt, mit Qualität und unserem pädagogischen Konzept punkten."

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Leipzig. Das große Spielplatz-Schiff ankert in der nächsten Woche. Vom Geschirr bis hin zu den Möbeln und den Handtüchern steht oder liegt aber bereits (fast) alles an seinem Platz. Ab Montag geht zunächst die stundenweise Eingewöhnung für die ersten Sprösslinge in der neuen Kindertagesstätte "Schatzkiste" in der Kregelstraße 41a los, die am 19. März offiziell eröffnet wird.

Im Oktober 2013 erfolgte der Spatenstich für das rund 3,5 Millionen teure Objekt, als dessen Bauherr die Städtische Altenpflegeheime Leipzig gGmbH fungierte. Gebaut wurde nach Plänen des Architekturbüros Daab Nordheim Reutler Partnerschaft.

Von Anfang an haben die Nutzer Einfluss auf Gestaltung genommen, so wurden beispielsweise Gruppenräume durch beidseitig nutzbare Möbelsysteme getrennt. Statt Gitterbettchen für die Krippe gibt es Schlafmatratzen. Die Garderoben haben kleine Schränke für die Jacken und Beutel, damit nichts auf dem Boden liegt und etwa Rollstuhlfahrer behindert. Für die Ausstattung wurden 300.000 Euro, für den heilpädagogischen Bereich weitere 72.000 Euro ausgegeben. 400 Handtücher, 400 Mal Geschirr, Besteck, Schlafsäcke, Bettlaken, Matratzen, Tische, Stühle, Transportwagen, Spielzeug und vieles mehr musste ebenso gekauft werden wie das notwendige Equipment für die 20 Plätze mit integrativer Betreuung. Vor allem für Kinder mit Sprach- und allgemeinen Entwicklungsstörungen sowie Sehbehinderungen. Hinzu kommen 24 heilpädagogische Plätze. Es gibt sogar eine eigene Krankenschwester, die Medikamente verabreicht sowie die medizinische Überwachung übernimmt. "Ich muss erst alle notwendigen Infos sammeln, da die meisten Kinder für mich neu sind", sagt Kerstin Dettin. Eingerichtet wurde auch ein Kindercafé, dort können die Kleinen unter Anleitung gesunde Rezepte ausprobieren.

Nach der gestrigen gründlichen Reinigung sind ab Montag die ersten der rund 200 Kinder willkommen. Die Einrichtung öffnet nicht gleich mit kompletter Auslastung. "Es ist wie auf einem Spielplatz, auf den immer mehr dazugekommen", so Leiterin Raecke. Sie hat auf Berufsschulen übrigens für das besondere Inklusionsprojekt in ihrer "Schatzkiste" geworben. So ist ein Team von jungen und erfahrenen Erziehern, Heilpädagogen und Heilerziehungspflegern entstanden, das den Neuanfang wagen will.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.02.2015

Orbeck, Mathias

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