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Lokales Eine Tonne Fleisch in Leipzig - Zoos bunkern Futter für Weihnachten und Neujahr
Leipzig Lokales Eine Tonne Fleisch in Leipzig - Zoos bunkern Futter für Weihnachten und Neujahr
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11:28 20.12.2014
Löwe Matadi holt sich im Zoo Leipzig Fleischbrocken, die an einem Baum aufgespießt wurden. Quelle: Zoo Leipzig
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Leipzig

Leckerli - das sind große Fleischbrocken, und die Engel - das sind Tauben. Beim Löwenpaar Luena und Matadi kommt das Präsent gut an. Mit einem satten Knacken vertilgt Luena den ersten „Engel“. So wie in Leipzig bieten auch die Tierpfleger in anderen sächsischen Zoos um Weihnachten herum ihren Schützlingen kleine Aufmerksamkeiten an.

„Unsere kleinen Reptilien, Affen und Schlangen bekommen Mehlwürmer. Das ist für sie natürlich ein Leckerbissen, die sind auch schön proteinhaltig“, berichtet Stefanie Jürß, Sprecherin des Zoos in Hoyerswerda. Im Dresdener Zoo haben die Tiere schon zum Advent etwas bekommen - mit Futter geschmückte Tannenbäume oder kleine Säckchen, aus denen sie sich ihre Happen erst herauspulen mussten. Am 24. Dezember werde dann nichts besonders gemacht, sagt Zoo-Sprecherin Kerstin Eckart. „Das ist ein ganz normaler Tag.“

Treue Zoobesucher bringen Weihnachtsgeschenke

Auch Tierpfleger Gräser berichtet, dass es eine Weihnachtsstimmung im Zoo Leipzig eigentlich nicht gebe. „Es ist nicht so, dass wir uns hier Kerzen anzünden. Das ist auch wegen des Arbeits- und Brandschutzes gar nicht gestattet.“ Und die Tiere bekämen die Adventszeit auch nicht mit. Trotzdem profitierten sie - weil treue Zoobesucher immer wieder kleine Geschenke vorbeibrächten. „Das kann ein Ball sein oder auch mal ein Weidenkorb, den unsere Hyänen dann genüsslich zerpflücken.“

Größeren Stress im Advent hatte dafür in diesem Jahr Bernd Liebau, der Futtermeister des Leipziger Zoos. Weil sich an die Weihnachtsfeiertage direkt ein Wochenende anschließt und dann nur drei Arbeitstage bis Silvester folgen, müsse besonders viel Futter vorab eingelagert werden, erzählt Liebau. So sei die Fleischmenge mit gut einer Tonne verdoppelt und etwa der Apfel-Vorrat auf 2,6 Tonnen aufgestockt worden. Einen Futtermangel dürfe es niemals geben, betonte Liebau. „Wir haben es hier mit lebenden Tieren zu tun.“

Auch der Zoo in Hoyerswerda habe in diesem Jahr auf Vorrat bestellt, sagt Sprecherin Jürß. Nach den Worten von Tierpfleger Gräser bringen Leute manchmal nach Weihnachten noch etwas vorbei, was für die Tiere aber so gar nicht gebraucht wird. „Gelegentlich bekommen wir überzählige Weihnachtsbäume geliefert.“ Doch abgeschmückte Tannenbäume könne man nicht verwenden, und die beliebten Nordmanntannen schon gar nicht, erläutert Futtermeister Liebau. „Weil die doch meistens behandelt sind.“ Trotzdem stünden immer wieder Menschen vor der Tür, die ihren ausgedienten Weihnachtsbaum im Zoo abgeben wollen. Liebau: „Da gibt es einen Irrglauben, der sich hält.“

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