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Lokales "Eine ausgesprochene Luxusausgabe" - CDU stellt Gehwegnasen infrage
Leipzig Lokales "Eine ausgesprochene Luxusausgabe" - CDU stellt Gehwegnasen infrage
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23:59 15.01.2015
Blick auf die Messestadt Leipzig. (Archivfoto) Quelle: André Kempner

Die CDU-Ratsfraktion stellt dies nicht infrage, will aber die gleichen Effekte mit deutlich weniger Aufwand erreichen. "An fast allen Stellen ist schon seit Jahren per Straßenmarkierung die Verkehrsführung eindeutig unter Beachtung der in den Nebenstraßen vorhandenen Stellflächen geregelt und wird eingehalten", sagt Stadtrat Konrad Riedel. "Zudem ist die Mehrzahl der Bordsteine an den betreffenden Straßenecken, wie zum Beispiel bei den gegenwärtigen Baustellen in der Georg-Schumann-Straße, bereits behindertengerecht abgesenkt." Die "wegen der notwendigen Tiefbauarbeiten nicht unbedeutenden Bauinvestitionen" seien angesichts der Haushaltslage der Stadt "eine ausgesprochene Luxusausgabe". Riedel: "Die notwendige Instandsetzung und ständige Instandhaltung der vorhandenen Fußwege im Stadtgebiet sowie die barrierefreie Absenkung weiterer Fußwegkanten müssen eindeutigen Vorrang vor solchen Investitionen haben."

Auf der Ratssitzung am Mittwoch will die CDU deshalb von der Stadtverwaltung wissen, wie hoch die durchschnittlichen Baukosten für eine Gehwegnase sind. Darüber hinaus soll die Verwaltung darlegen, warum die vorhandenen Markierungen nicht ausreichen. Wenn dies nicht überzeugend gelingt, werde ein förmlicher Antrag im Stadtrat folgen, so Riedel.

Kritik an diesem CDU-Plan kommt von Leipziger Umweltbund Ökolöwe. "Leipzig braucht beides - baulich gestaltete Gehwegnasen und intakte Fußwege", erklärte der verkehrspolitische Sprecher Tino Supplies. Der Bau der Nasen sei kein Luxus, sondern "eine elementare Aufgabe der Verkehrssicherheit". Denn in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass farblich markierte Gehwegnasen ständig von Autofahrern zugeparkt würden. "Senioren, Rollstuhlfahrer und Schulkinder können dann beim Überqueren von Fahrbahnen nicht sehen, ob gerade ein Auto kommt", so Supplies. Um den Instandsetzungsstau bei Fußwegen in den Griff zu bekommen, benötige Leipzig ein Fußverkehrskonzept, das unter anderem die Schwerpunkte für Instandsetzungen auflisten müsse. Der Stadtrat sollte sich dafür stark machen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2015

Andreas Tappert

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