Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Einheitsdenkmal: Leipzig muss Fördermittel zurückzahlen - Platz droht Umbenennung
Leipzig Lokales Einheitsdenkmal: Leipzig muss Fördermittel zurückzahlen - Platz droht Umbenennung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:01 10.12.2014
Wilhelm-Leuschner-Platz aus der Vogelperspektive. Quelle: André Kempner
Leipzig

Leipzig muss außerdem rund 415.000 Euro Fördermittel an den Freistaat zurückzahlen. Dazu drohen weitere Kosten.

Die Linksfraktion hatte die Umbenennung eines Teils des Wilhelm-Leuschner-Platzes in der City als Schnellschuss kritisiert. Über den Zeitdruck des Verfahrens habe man schließlich außer Acht gelassen, dass der Platz nicht direkt mit den Ereignissen des Herbstes 1989 verknüpft sei. Im Juli beendete der Stadtrat das Verfahren zur Errichtung des Freiheits und Einheitsdenkmals. Vorangegangen waren öffentliche und gerichtlich ausgetragene Kontroversen um die Entwürfe.

Mit dem Ende des Verfahrens hatte der Rat auch beschlossen, die Standortfrage neu zu stellen. "Ob, wann und wo in Leipzig ein Freiheits- und Einheitsdenkmal gebaut wird, ist völlig offen", so Fraktionschef Sören Pellmann. Damit entfiele jeglicher Grund, dem Wilhelm-Leuschner-Platz dauerhaft diesen Beinamen zu geben. In der Folge der Planungen wird in den Bahnen der LVB der Leuschnerplatz mit dem Zusatz "Platz der Friedlichen Revolution" angesagt. Auch die Haltestelle im Citytunnel trägt den Zusatz. Beides müsste bei einer Rücknahme konsequenterweise auch geändert werden.

Leipzig muss hunderttausende Euro Fördermittel zurückzahlen

Das Dezernat Kultur dokumentierte jetzt außerdem in einer Information für den Stadtrat, dass Leipzig 415.000 Euro Fördermittel, die im Zusammenhang mit den Denkmalsplänen ausgereicht wurden, an den Freistaat zurückzahlen muss. Dazu kommen unter Umständen noch Zinsen. Außerdem seien aus der Durchführung des Verfahrens noch mehr als 43.000 Euro Kosten abzurechnen. Das Papier war am Mittwoch noch nicht Gegenstand im Stadtrat, wird dem Plenum aber nach der Information der Fachausschüsse vorgelegt.

Die von den Stadträten geforderte breite Öffentlichkeitsbeteiligung bei einem neuen Anlauf für das Denkmal soll über das Projekt "Leipzig - weiter denken" realisiert werden. Wie das konkret aussieht, dazu will das Kulturdezernat unter der Ägide von Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) und dem Baudezernat von Dorothee Dubrau (parteilos) im ersten Halbjahr 2015 ein Konzept vorlegen. Bei der Würdigung der Friedlichen Revolution in Leipzig soll bei einem künftigen Denkmal das Thema Freiheit im Vordergrund stehen.

Die Entwürfe für das Freiheits- und Einheitsdenkmal im Überblick:

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zu kurze Züge, überfüllte Wagen: Auch fast ein Jahr nach der Eröffnung des City-Tunnels reißt die Kritik an der S-Bahn-Verbindung zwischen Leipzig und Halle nicht ab.

10.12.2014

Sie sind blau, kugelrund und heiß begehrt: Die neuen Glühweintassen auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt gehen bereits jetzt allmählich zur Neige. Der Blick in die bunt gefüllten, weil mit allerlei Bechern aus den Vorjahren aufgestockten Regale der Ausschankstände trügt nicht.

10.12.2014

Da schlagen Modellbahner-Herzen höher: In der Leipziger Strohsack-Passage lädt eine große Ausstellung über drei Etagen Besucher ein. Zu sehen ist dort auch die Anlage "Wintertraum", die auch den 6-jährigen Kilian in den Bann zieht.

10.12.2014