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Lokales Einigung bei Unister-Neubau erzielt - Baufachausschuss genehmigt überarbeitete Pläne
Leipzig Lokales Einigung bei Unister-Neubau erzielt - Baufachausschuss genehmigt überarbeitete Pläne
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07:47 24.03.2010
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Noch im Februar herrschte Eiszeit zwischen Unister und der Leipziger Stadtverwaltung, das wichtige Bauvorhaben an der Ecke Brühl/Goethestraße drohte zu scheitern. Erst nachdem die LVZ über den Streit berichtet hatte, kam Bewegung in die verhärteten Fronten, schaltete sich Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) aktiv ein.

Gestern Abend beschäftigte sich der Fachausschuss für Stadtentwicklung und Bau zum zweiten Mal mit einem überarbeiteten Entwurf, der auf den Ergebnissen mehrerer Gespräche zwischen Jung, Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD), dem Ausschussvorsitzenden Roland Quester (Grüne) und der Geschäftsführung von Unister basierte. Die aktuellen Pläne sehen eine Reduzierung der Baumasse in den Dachbereichen und eine stärkere Betonung der Traufkante durch Zurücknahme der Dachgeschosszone vor.

Zugleich wird der "Turm" im Eckbereich Goethestraße/Brühl auf zwölf Geschosse zuzüglich eines zurückgesetzten Staffelgeschosses erhöht. Diese Lösung entspreche dem Gebot des Einfügens gemäß Paragraf 34 Baugesetzbuch, warb Jung, der selbst an der Ausschusssitzung teilnahm. "Es freut mich, dass es dem Leipziger Architekturbüro Luka Kalkof im Ergebnis eines nicht immer einfachen Prozesses gelungen ist, den Entwurf so zu überarbeiten, dass er den Ansprüchen des Unternehmens gerecht wird und sich gleichzeitig in die Umgebung einfügt", lobte der Oberbürgermeister. "Ich persönlich meine sogar, dass der neue Entwurf gegenüber der letzten Fassung an Ausdruckskraft gewonnen hat."

Zwar gab es im Ausschuss nach LVZ-Informationen auch einige Gegenstimmen. Doch durch die Zustimmung der Mehrheit der Stadträte könne Unister nun den Bauantrag stellen, so zur Nedden. "Einer zügigen Bearbeitung und Baugenehmigung steht dann von städtischer Seite nichts mehr im Wege."

Unister-Chef Thomas Wagner freute sich ebenfalls über die Lösung, obwohl sein Unternehmen in dem Neubau nun etwas weniger Nutzfläche haben wird. "Es ist sehr schön, dass damit ein Weg gefunden ist, die Geschichte von Unister in Leipzig weiter fortzuschreiben. Und dass wir hier die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze angehen können." Wagner betonte, er wolle sich bei allen Leipzigern, auch in der Politik, bedanken, die Unister dabei in den vergangenen Wochen unterstützt hatten.Jens Rometsch

Jens Rometsch

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