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Lokales Einstein-Plakate sollen Jobchancen für benachteiligte Jugendliche in Leipzig erhöhen
Leipzig Lokales Einstein-Plakate sollen Jobchancen für benachteiligte Jugendliche in Leipzig erhöhen
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17:17 15.02.2012
Physik-Genie Albert Einstein ist das erste Motiv der Plakatkampagne Quelle: Stadtverwaltung
Leipzig

Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Würde der junge Einstein sich heute bei Leipziger Unternehmern bewerben, bekäme er vermutlich viele Absagen. Denn der weltberühmte Physiker soll ein lebhafter, manchmal sogar jähzorniger Schüler gewesen sein; lehnte sich gegen Lehrmethoden auf und verpatzte Aufnahmeprüfungen und Abschlüsse. Deshalb ist der Nobelpreisträger Motiv der neuen Plakatkampagne. Hauptträger der Aktion ist die Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement Leipzig im städtischen Amt für Jugend, Familie und Bildung. Sie will den Jugendlichen den Übergang von der Schule in die Ausbildung und später in das Erwerbsleben erleichtern.

„Die Kampagne möchte in pointierter Form darauf hinweisen, dass auch lernbehinderte und bildungsbenachteiligte Schulabgänger eine Zukunftsperspektive verdienen“, betonte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Neben den Jugendlichen selbst müssten sich auch die Unternehmen bewegen: Schon allein der demografische Wandel verlange, dass alle Jugendlichen eine Chance bekämen.

Der „Problemfall Albert Einstein“ ist der Auftakt, zwei weitere Motive sollen folgen. Welche das sind und wann sie präsentiert werden, stehe bereits fest. „Aber das möchten wir noch nicht verraten“, sagte Projektleiterin Claudia Steudel. Zunächst sollen Passanten und Unternehmer nach ihren Reaktionen befragt werden, dann könnten sich weitere Aktionen anschließen. „Denn wir möchten nicht nur Aufmerksamkeit für das Problem bei der Bevölkerung schaffen“, sagte Steudel weiter. „Das ist zwar auch wichtig, aber vor allem müssen die Unternehmen reagieren.“

Franziska Seifert

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