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Lokales Einsturzgefährdetes Haus in der Leipziger Antonienstraße wird abgerissen
Leipzig Lokales Einsturzgefährdetes Haus in der Leipziger Antonienstraße wird abgerissen
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18:08 12.05.2010
Ein einsturzgefährdetes Haus in der Antonienstraße wird abgerissen. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Der Abbruch des Gebäudes an der Ecke zur Klingerstraße soll bis zum 21. Mai größtenteils abgeschlossen sein. Mir den vorbereitenden Arbeiten wurde bereits begonnen.

Die Stadt hatte nach eigenen Angaben versucht, gemeinsam mit dem Eigentümer Pläne für die Sicherung und Sanierung des Denkmals zu entwickeln. Diese seien aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten jedoch gescheitert.

Durch den Abriss ist auf der Antonienstraße stadtauswärts mit Einschränkungen für den Straßenverkehr zu rechnen. Die Stadt plant, eine Umleitung über die Gießer-, Siemens-, und Klingenstraße einzurichten.

Einsturzgefährdetes Haus in Reudnitz muss ebenfalls abgerissen werden

Bereits Anfang der Woche drohte in Reudnitz ein leerstehendes Mehrfamilienhaus einzustürzen. Bei dem Gebäude in der Bernhardstraße war in der Nacht zum Montag der Dachstuhl eingestürzt. Zudem beulte sich laut Polizeiangaben die Fassade zwischen dem vierten und fünften Stockwerk immer weiter aus. Das Gebäude drohte zusammenzubrechen. Etwa 20 Anwohner der umliegenden Gebäude mussten deshalb ihre Wohnungen verlassen, dabei kamen Feuerwehr und Polizei zum Einsatz. Die Bernhardstraße wurde zwischen Wiebelstraße und Grüner Gasse gesperrt.

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Experten vom Bauordnungsamt übernahmen das Kommando vor Ort. Behördenchef Hans-Gerd Schirmer ließ zunächst die Giebel sichern, um damit die unmittelbare Einsturzgefahr zu beseitigen. Denn die Fachleute befürchteten, dass bei einem kompletten Einsturz auch die benachbarten Gebäude teilweise mitgerissen würden.

Schnell war klar: Das unter Denkmalschutz stehende Gemäuer ist nicht mehr zu retten. "Zu einem Komplettabriss gibt es keine Alternative", erklärte Schirmer. "Die Schäden sind zu groß, vor allem an den Holzbalken." Erst vergangene Woche habe man das Haus inspiziert, um die Möglichkeiten eines Erhalts zu prüfen. Die Balken seien völlig verfault und von Schwamm befallen, so das erste Fazit. Außerdem stellten die Fachleute Schäden am Fundament fest.

"Der private Eigentümer wollte das Gebäude ohnehin abreißen", berichtete Schirmer. "Aber die Stadt hat sich lange um einen Erhalt bemüht, war deshalb mit dem Besitzer seit längerer Zeit im Gespräch." Mit dem nächtlichen Einsturz wurden auch die Hoffnungen auf einen Erhalt endgültig begraben.

nöß/sl/F.D.

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